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Protest gegen rechte Einflüsse bei „Querdenkern“.
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Protest gegen rechte Einflüsse bei „Querdenkern“.

Gelnhausen

Gelnhausen: Kampf gegen Rassismus und Populismus

Die Initiative „Hand aufs Herz“ demonstriert seit Monaten gegen die „Querdenker“ in Gelnhausen. Jetzt ist aus der Initiative ein Verein entstanden. der Aufklärungsarbeit leisten will.

Aus der Initiative „Hand aufs Herz“, die in den vergangenen Monaten gegen die „Querdenker“ in Gelnhausen und Umgebung demonstriert hat, ist ein Verein geworden. Nach eigenen Angaben hat er sich am 23. Mai – genau 72 Jahre nach dem Inkrafttreten des Grundgesetzes – gegründet und sich eine Reihe von Zielen gesetzt: Die Mitglieder wollen mit Gedenkveranstaltungen an die Opfer rechtsextremer Gewalttaten erinnern, über populistische, antidemokratische und rechtsradikale Bestrebungen aufklären und „antidiskriminierende Jugendarbeit sowie Erwachsenenbildung“ fördern. Um diese künftigen Schwerpunkte des Vereins mit Sitz in der Kreisstadt werden sich entsprechende Arbeitsgruppen kümmern.

Die Initiative war Anfang dieses Jahres von den Gelnhäuser:innen Julia Hott und Alexander Schopbach ins Leben gerufen worden, um nach ihren Worten zu verhindern, dass „antidemokratische Kräfte bei den Kommunalwahlen einen nachhaltigen Schatten über unser lebensfrohes offenes Miteinander legen“.

Nachdem die „Querdenker“-Bewegung in der Altstadt von Gelnhausen regelmäßige Veranstaltungen abhielt, konzentrierte sich die Initiative zunächst auf Gegenkundgebungen, an denen bis zu 400 Menschen teilnahmen. Ein Kernvorwurf der Sprecher:innen von „Hand aufs Herz“: Die Querdenker:innen würden die Sorgen und Nöte der Menschen in der Corona-Pandemie instrumentalisieren, um das demokratische System und deren Vertreter:innen verächtlich zu machen.

Die Staatsschutzabteilung der Polizei hatte die Auftritte der regionalen Querdenker – die alle Vorwürfe zurückweisen und sich als Verteidiger des Grundgesetzes sehen – nach eigenen Angaben im Blick, ebenso wie das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen.

Die Ereignisse hätten sich innerhalb weniger Wochen überschlagen, so Hott und Schopbach. „Hand aufs Herz“ sei dabei zu einer größeren Gemeinschaft gewachsen. Jetzt gelte es, sich weiter für Toleranz, Respekt, Weltoffenheit und die freiheitlich-demokratischen Grundwerte einzusetzen und „klare Kante“ zu zeigen. Den Verein gegründet haben „ein gutes Dutzend“ Bürger:innen. Schopbach wurde zum ersten, Hott zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Dem Vorstand gehören fünf weitere Mitglieder an. Die Gründung, deren Datum ganz bewusst gewählt sei, solle die Weichen für eine „nachhaltige Fortsetzung“ des Engagements von „Hand aufs Herz“ stellen. Die Bewegung sei „generations-, konfessions- und parteiübergreifend sowie multikulturell“ ausgerichtet. Ziel sei es, Unterstützer:innen aus allen gesellschaftlichen Bereichen zu gewinnen.

Weitere Informationen gibt es auf www.handaufsherz-gn.de

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