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Gelnhausen

Gelnhausen: Bebauungs-Planung in Nachbarschaftswerkstätten

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
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Im Gelnhäuser Stadtteil Meerholz gibt es ein Neubaugebiet, dessen Bebauung nur mit einem professionellen Konfliktmanagement zu lösen ist.

Im Streit um die Gestaltung des Neubaugebiets „Mittlauer Weg“ im Gelnhäuser Stadtteil Meerholz geht es voran. Wie die Stadt gestern mitteilte, hat ein Runder Tisch getagt, der sich mit Vorschlägen von Bürgerinnen und Bürgern befasst hat.

Zwar sei noch keine endgültige Lösung gefunden, so Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP). Jedoch „konnte doch eine starke Unterstützung für den Vorschlag der Bürgerinnen und Bürger am Tisch festgestellt werden“. Und dieser Vorschlag lautet: Kleine Nachbarschaftswerkstätten erarbeiten, wie die entsprechenden Grünflächen künftig genutzt werden sollen.

Im Mai hatte die Stadt den Mediator und Rechtsanwalt Professor Roland Fritz von der Berliner Konfliktmanagement-Agentur adribo mit einem Mediationsverfahren beauftragt. Dabei geht es um den schwelenden Streit um Verkäufe und Verpachtungen öffentlicher Grünflächen an Anwohner:innen des Neubaugebietes. Fritz soll nun auch die Nachbarschaftswerkstätten moderieren.

Für die kooperativen Nachbarschaftswerkstätten soll zunächst eine Befragung aller Bürgerinnen und Bürger des Neubaugebietes durchgeführt werden. Sie sollen nochmals anonymisiert die Möglichkeit bekommen, auf Problemlagen aufmerksam zu machen und die eigenen Bedürfnisse einzubringen.

Aufbauend auf der Anwohnerbefragung und den Ergebnissen des Runden Tisches sollen dann die Nachbarschaftswerkstätten zügig gebildet werden. Glöckner: „Es hat in der Vergangenheit viele Fehler gegeben. Nun ist es an der Zeit, dass die Frage der Gestaltung des Neubaugebietes aus den politischen Ränkespielen herausgenommen wird. Die Menschen, die dort leben, sollen miteinander erarbeiten, wie sie ihre gemeinsame Zukunft sehen und wie ihr Zusammenleben am besten gestaltet werden kann.“ So sollen auch teure Klageverfahren vermieden werden, die auf die Stadt zukommen könnten, wenn eine Schlichtung misslingt.

Der Bürgermeister indes ist sich sicher, dass es nicht so weit kommen wird. Nachbarschaftsbefragung, Nachbarschaftswerkstätten sowie die professionelle Begleitung dieses Prozesses würden ihr Ziel erreichen: „Ein friedliches und konstruktives Miteinander, das nicht von den politischen Parteien für eigene Ziele gefährdet wird.“ pz

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