Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

CDU-Kreisvorsitzender Tom Zeller
+
CDU-Kreisvorsitzender Tom Zeller

Main-Kinzig

Gegrummel beim Wahlkampf-Start

Mit ihrer Kandidatenliste für den Kreistag erntet die CDU-Spitze nicht nur Beifall. Vor allem die Altgedienten aus Freigericht sind unzufrieden. Altbürgermeister Manfred W. Franz etwa sieht sich mit Platz 44 auf der 90 Namen zählenden Liste abqualifiziert.

Von Alexander Polaschek

„Die Alten“, so will der Vorsitzende der Senioren-Union gehört haben, „sollen raus.“ Dieser Satz sei nach dem Bericht eines Ungenannten in der Siebener-Runde gefallen – jenem Gremium, das die Kandidatenliste für den Kreistag zur Kommunalwahl am 27. März 2011 zusammenstellte. Senioren-Chef Gerhard Schier aus Bad Soden-Salmünster meldete sich deshalb beim Listenparteitag der Main-Kinzig-CDU am Freitagabend in Wächtersbach mit einem kritischen Appel: „Ein Drittel der Wähler ist über 60, und die wiederum wählen zu einem großen Prozentsatz CDU.“

Bitter für die Senioren: Ihre Listenvorschläge, zu denen der Kreisvorstand ausdrücklich aufgefordert habe, seien überhaupt nicht berücksichtigt worden. „Wozu haben wir uns die Arbeit gemacht?“ fragte Schier, wollte aber trotzdem keinen Kleinkrieg um Listenplätze beginnen: „Wir müssen reden, wie wir künftig miteinander arbeiten wollen.“

Empfindlich gestört scheint die Gesprächsbasis einstweilen zwischen der CDU-Kreisspitze um den Vorsitzenden Tom Zeller (Hanau) und den Altgedienten aus Freigericht. Die hatten schriftlich protestiert, dass sie zu weit hinten rangierten und ihr Gemeindeverband zu schlecht wegkomme. Altbürgermeister Manfred W. Franz etwa sieht sich mit Platz 44 auf der 90 Namen zählenden Liste abqualifiziert, wie er kurz vor dem Parteitag öffentlich erklärte. Am Freitagabend schwieg man sich dazu aber aus.

Die Kandidatenliste, die in der Tat gegenüber früher leicht verjüngt erscheint, wurde trotz des Gegrummels unverändert von der Mehrheit der 212 Delegierten verabschiedet. Auf Platz 1 steht erwartungsgemäß der Erste Kreisbeigeordnete Günter Frenz aus Sinntal, der auch für den Landratsposten kandidiert, gefolgt vom Kreistagsvorsitzenden Hubert Müller aus Gelnhausen und der Vorsitzenden der Frauen-Union, Doris Rau. Die einzige Kampfabstimmung gab es um den 37. Platz, der zu den letzten aussichtsreichen gehört. Hier wollte die Brachttaler Union lieber ihr Urgestein Adolf Kreisel (Platz 41) sehen als den gesetzten Gelnhäuser Vorsitzenden der Mittelstandsvereinigung, Volker Rode. Die Entscheidung fiel mit 112 zu 64 Stimmen klar für Rode aus.

„Wir sind bis auf eine Ausnahme den Empfehlungen der Stadt- und Ortsverbände gefolgt“, sagte Zeller. Die Liste spiegele die gesamte gesellschaftliche Realität. Junge Leute sollten eine Chance erhalten. Es gebe zwei Kandidaten mit Migrationshintergrund.

Heftigen Beifall erhielt Peter Tauber. Der Bundestagsabgeordnete wünschte sich in einer angriffslustigen Rede mit Blick auf die Große Koalition im Kreis den Wahlkampf herbei, „dass wir nicht mehr mit der SPD kuscheln müssen“. Spitzenkandidat Frenz umriss die Wahlkampfthemen „Bildung, Gesundheit und Sicherheit“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare