Winterdienst in Hanau (Archivbild)
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Winterdienst in Hanau (Archivbild)

Hanau

Friedliche Schneenacht

Der Wintereinbruch bringt in Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis nur wenige ins Schleudern. Die Unfälle gehen glimpflich aus und auch Streusalz ist noch genug in den Lagern.

Der Winter kommt üblicherweise immer so plötzlich, diesmal aber offensichtlich nicht, obwohl in Hanau und mehr noch im Kreisgebiet spätestens die Straßen ab 18 Uhr weiß waren. Offensichtlich, so Polizeisprecher Ingbert Zacharias auf Anfrage, haben die Autofahrer aus dem ersten Schnee vor knapp zwei Wochen gelernt.

Es gab zwar eine Reihe von Unfällen – Fahrzeuge rutschten beispielsweise in den Graben –, aber Verletzte waren dabei nicht zu beklagen. Die Autobahn 66 zwischen Wächtersbach und Bad Soden-Salmünster war am späten Donnerstagabend zeitweise gesperrt, weil sich ein Lastwagen quergestellt hatte. Als „highlight“ der eher friedlichen Schneenacht bezeichnete Zacharias die Sperrung der Landstraße zwischen Sinntal und Schlüchtern. Nicht wegen eines Unfalls, sondern vorbeugend: Die Bäume waren dermaßen beladen, dass Schneebruch drohte.

Vorbeugen war auch in den Schulen angesagt, wobei es die Kinder im Main-Kinzig-Kreis nicht so gut hatten wie etwa im Hochtaunus, wo alle Schulen geschlossen blieben. Das Staatliche Schulamt in Hanau, so dessen Chefin Sylvia Ruppel, hatte es den Schulleitern überlassen, auf den Unterricht am Freitag zu verzichten. Zehn Schulen in Birstein, Schlüchtern und Steinau machten davon Gebrauch.

In manchen Städten und Gemeinden, meldeten die Presseagenturen am Donnerstag, ist bereits das Streusalz ausgegangen. In Hanau nicht: Nach den Erfahrungen vom vergangenen Winter, als die Lager plötzlich leer und Nachschub nicht zu bekommen waren, hatte der Winterdienst diesmal vorgesorgt und mit 300 Tonnen Salz den Vorrat verdoppelt. Aber das wird auch nicht reichen: Fast die Hälfte ist bereits auf die Straßen gerieselt. Die neue Bestellung ist bereits raus.

Die Busse der Hanauer Straßenbahn hatten nur am frühen Morgen ihre Probleme, erzählte ein Fahrer. Besonders an den Steigungen – etwa an der Unterführung am Westbahnhof – ging zunächst nichts. Aber bis zum Vormittag war der Fahrplan wieder im Griff. ( az)

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