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Die einst verfeindeten Nachbarn Frankreich und Deutschland sind nach dem Zweiten Weltkrieg nahe zusammengrückt. Die Freundschaft zwischen dem mit 12.500 Einwohnern größten Hanauer Stadtteil Großauheim und Conflans Ste Honorine, das heute gut 33.000 Einwohner hat, begann 1962. Damals legte dafür Christian Wissel, Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Großauheim, bei einem Besuch in Paris und einem Ausflug in das nahe Conflans den Grundstein.
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Die einst verfeindeten Nachbarn Frankreich und Deutschland sind nach dem Zweiten Weltkrieg nahe zusammengrückt. Die Freundschaft zwischen dem mit 12.500 Einwohnern größten Hanauer Stadtteil Großauheim und Conflans Ste Honorine, das heute gut 33.000 Einwohner hat, begann 1962. Damals legte dafür Christian Wissel, Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Großauheim, bei einem Besuch in Paris und einem Ausflug in das nahe Conflans den Grundstein.

Hanau-Großauheim

Die Freundschaft bleibt innig

Die Partnerschaft zwischen Großauheim und Conflans Ste Honorine wird 45 Jahre alt - und immer noch ist der Austausch weit lebendiger als in vielen vergleichbaren Städten. Von Andreas Zitzmann

Von Andreas Zitzmann

"Die Städtepartnerschaft zwischen Conflans Sainte Honorine und Großauheim ist eine der erfolgreichsten in Europa." Das ist mutig formuliert, aber Jürgen Reuling ist sich da ganz sicher. Unlängst auf einem Kongress, bei dem es um europaweite Partnerschaften ging, hatte er auf jeden Fall den Eindruck, dass die Großauheimer aktiver ihre Kontakte zu der befreundeten französischen Stadt betreiben als die meisten anderen.

Reuling, 67 Jahre alt und als ehemaliger Geschäftsführer für einen großen Gartengerätehersteller in der Welt herumgekommen, hat eine besondere Affinität zu Frankreich: "Ich habe vier Jahre in Paris gelebt." Seit 2001 engagiert er sich daher für das Partnerschaftskomitee Großauheim, vier Jahre war er stellvertretender Vorsitzender, seit April vergangenen Jahres ist er Vorsitzender.

Die Freundschaft zwischen dem mit 12.500 Einwohnern größten Hanauer Stadtteil Großauheim und Conflans Ste Honorine, das heute gut 33.000 Einwohner hat, ist viel älter. Bereits 1962 legte dafür Christian Wissel, Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Großauheim, bei einem Besuch in Paris und einem Ausflug in das nahe Conflans den Grundstein.

Die Flüsse Main und Seine als verbindendes Element

Verbindend fand Wissel, dass beide Kommunen am Fluss liegen. Conflans an der Mündung der Oise in die Seine ist Zentrum der französischen Binnenschiffer. Drei Jahre später, 1965, wurde der Partnerschaftsvertrag unterschrieben, 1975 gründeten schließlich 15 Großauheimer Bürger das Partnerschaftskomitee. Am Wochenende werden die beiden 45- beziehungsweise 35-jährigen Jubiläen gefeiert.

Seit er Vorsitzender des Komitees ist, gibt Reuling viermal im Jahr ein kleines Blatt heraus, das über die aktuellen Aktivitäten informiert. Und das ist einiges: Vereine tauschen sich ebenso aus wie Schulen und auch Praktikanten.

Der nächste Grund, für die Großauheimer, nach Conflans zu reisen, ist das 50. Schifferfest im Juni. Im Mai reisen Lindenauschüler Richtung Paris, einige Wochen später kommen französische Gäste nach Großauheim. Rund ein Dutzend solcher Begegnungen gibt es jedes Jahr.

Diskutiert werden derzeit Kontakte zwischen Kindergärten und Seniorenheimen; das Martin-Luther-Stift zeigt sich interessiert. Das belegt auch - selbst wenn das die Großauheimer nicht gar so gerne hören -, dass die Partnerschaft in manchen Bereichen inzwischen über die Grenzen des Stadtteils hinausgewachsen ist.

Ganz autark lässt sich eine solche Partnerschaft von Vereinen oder Komitees nicht bewältigen. Das weiß man auch im Hanauer Rathaus; 2005 wurde ein Konzept "Internationale Beziehungen der Stadt Hanau" verabschiedet, mitsamt einem Etat für Zuschüsse. Der ist allerdings jüngst drastisch geschrumpft. Standen 2009 noch 90.000 Euro im Haushalt, sind es in diesem Jahr nur noch 45.000 Euro. Zuschüsse gibt es beispielsweise für die Fahrt im Juni zum Schifferfest.

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