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Freie Kapazitäten beim Impfen im Main-Kinzig-Kreis

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Von: Silvia Bielert

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Zwar verfällt laut Main-Kinzig-Kreis kein Impfstoff, es könnte aber mehr geimpft werden, wenn die Nachfrage steigen würde. Foto: Michael Schick
Zwar verfällt laut Main-Kinzig-Kreis kein Impfstoff, es könnte aber mehr geimpft werden, wenn die Nachfrage steigen würde. © Michael Schick

Mehr Angebot, weniger Nachfrage: Im Main-Kinzig-Kreis könnten sich derzeit viel mehr Menschen impfen lassen, als es tun. Es gilt, spezielle Gruppen und Ungeimpfte zu erreichen.

Im Main-Kinzig-Kreis werden die Impfkapazitäten der kreisweiten Kampagne „Dein Pflaster“ derzeit nicht voll ausgeschöpft. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Demnach haben die sieben Impfstellen in der vergangenen Woche „teilweise eine nur 50-prozentige Auslastung“ gemeldet. Die Impfleitung des Landreises disponiere den Impfstoff aber so, „dass theoretisch wesentlich mehr geimpft werden kann“, umgekehrt aber kein Impfstoff verfalle.

MOBILE AKTIONEN

Geimpft wird in Flörsbachtal (22. und 23. Januar, jeweils 10 bis 15 Uhr, SKG-Halle, Orberstraße 39), Gelnhausen (24. Januar, 13.30 bis 15.30 Uhr, Sporthalle der Beruflichen Schulen, Graslitzer Straße 2-8), Schlüchtern (24., 25. und 27. Januar, jeweils 10 bis 16 Uhr, Dein-Pflaster-Impfstelle, ohne Termin, Bahnhofstraße 6a), Gelnhausen (26. Januar, 8 bis 15 Uhr, Dein-Pflaster Impfstelle, ohne Termin, Seestraße 13), Freigericht (26. Januar, 13 bis 18 Uhr, und 27. Januar, 10 bis 15.30 Uhr, Freigerichthalle, An der Freigerichthalle), Gelnhausen (2. Januar, 10 bis 17 Uhr, Dein-Pflaster Impfstelle, ohne Termin, Seestraße 13) und Brachttal (4. Februar, 13 bis 18.30 Uhr, und 5. Februar, 10 bis 15.30 Uhr, jeweils in der Mehrzweckhalle Neuenschmidten, Mittelstraße). bil

In den Impfstellen können sich Bürgerinnen und Bürger derzeit mit und ohne Termin impfen lassen. Mit Termin gibt es kürzere Wartezeiten. Kinder von fünf bis elf Jahren werden an fünf Stellen ausschließlich mit Termin geimpft, weil dort auch eine ärztliche Beratung möglich sein soll. Für alle relevanten Altersgruppen seien reichlich Terminfenster frei, heißt es. Auch für Kinder gebe es mittlerweile kurzfristige Impftermine. Einen Kinderaktionstag in Schlüchtern Anfang Januar habe die Impfleitung absagen müssen, weil „nahezu alle Terminfenster freigeblieben waren“. Demgegenüber sei die Nachfrage nach mobilen Impfangeboten „weiterhin recht hoch“. Zwischen 100 und 250 Impfungen hat es bei jeder der Aktionen seit Jahresbeginn gegeben. Die Hürden, sich impfen zu lassen, sollen „möglichst niedrig“ bleiben, sagt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD). „Jeder, der möchte, hat jeden Tag mehrere Möglichkeiten zeitlich und örtlich flexibel dies zu tun.“ Hinzu kommen Aktionen von niedergelassenen Ärzt:innen und anderen. In den letzten Wochen des Jahres 2021 und in den ersten Wochen des neuen Jahres lag der Anteil der Booster an allen Impfungen bei über 80 Prozent. Die nun frei werdenden Kapazitäten sollen „für mehr mobile Aktionen und zielgruppenspezifische Angebote“ genutzt werden. Auch gänzlich Ungeimpfte hofft Simmler noch erreichen zu können.

Die Gesamtzahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, liegt bei 43 556. 741 Menschen sind mit oder an Covid-19 gestorben. Aktuell sind 5 301 als infektiös eingestuft, die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf nun 740. Die Belegungszahlen in den Krankenhäusern steigen auch wieder an, aber nur auf den Normalstationen. bil

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