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Fluglärm-Treffen ohne Ergebnis

Main-Kinzig Politiker der Region werten Gespräch in Berlin unterschiedlich

Der Initiator des Treffens nannte es ein „schwieriges Gespräch“. Er selbst hatte sich offenbar nicht viel davon erhofft. „Wie zu erwarten, blieb der große Durchbruch aus“, notierte der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Tauber über das, was sich politische Repräsentanten aus dem Main-Kinzig-Kreis und der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Klaus-Dieter Scheurle, am Donnerstagabend in Berlin zum Fluglärm zu sagen hatten.

Taubers Amtskollege Sascha Raabe (SPD) hat eine andere Wahrnehmung. Aus seiner Sicht war das 90-minütige Treffen, an dem auch Landrat Erich Pipa (SPD), Bad Orbs parteilose Bürgermeisterin Helga Uhl und Großkrotzenburgs Rathauschef Friedhelm Engel (CDU) teilnahmen, ein Flop und „ärgerlich“.

Unhöflicher Staatssekretär

Erbost schilderte Raabe, dass sich Scheurle geweigert habe, sich für ein Foto zu postieren, das die Übergabe von 2000 Unterschriften aus der Region dokumentieren sollte. Zudem habe sich der Staatssekretär beharrlich und unhöflich geweigert, zu präzisieren, welche Kapazitätseinbußen ein lärmminderndes Gleitanflugverfahren für den Frankfurter Flughafen zur Folge hätte.

Hat sich die Reise nach Berlin gelohnt? Tauber sagte dennoch ja, weil es gelte, mehr Sensibilität dafür zu erzeugen, dass sich mit der neuen Landebahn auch in 70 Kilometer Entfernung von Flughafen ein erhebliches Lärmpotenzial eröffnet habe. Er halte es aber für wenig hilfreich, konfrontativ vorzugehen. Immerhin habe Scheurle in Aussicht gestellt, eine vom Main-Kinzig-Kreis in Auftrag gegebene Studie über die Auswirkungen veränderter Anflugverfahren in den Abwägungsprozess der Deutschen Flugsicherung (DFS) einfließen zu lassen. Also sei eine Verbesserung der Situation in den nächsten Monaten im Rahmen des Prüfungsverfahrens möglich. Raabe hingegen erkennt keine Bereitschaft, in den kommenden sechs Monaten etwas zu ändern. Berlin habe Angst vor der politischen Diskussion um Wirtschaft und Lärmschutz.

Auch Pipa sprach am Freitag von einem wenig zielführenden Gespräch. Bei weiteren Runden müssten auch Bürger und Journalisten sowie Akteure der Interessengemeinschaft Fluglärm beteiligt werden. (jan.)

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