Hanau

Einigung für Pioneer rückt näher

Ursprünglich war daran gedacht, auf dem südlichen Areal, Sportfield-Housing, mit den bestehenden Soldaten-Wohnungen günstige Wohnungen zu schaffen. Jetzt sollen dort vorübergehend Flüchtlinge untergebracht werden

Die Stadt Hanau und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) sind in den Verhandlungen über das Pioneer-Gelände auf einem guten Weg. Das sagt Stadtentwickler Martin Bieberle. Die „wesentlichen Eckpunkte“ seien festgelegt, er rechne damit, dass die Stadt und Bima im Januar oder Februar 2015 zum Notar gehen könnten.

Vor zehn Monaten hatte die Magistratspitze angekündigt, das 62 Hektar große ehemalige Kasernen-Gelände in Hanau-Wolfgang selbst kaufen, entwickeln und wieder verkaufen zu wollen. Das hatte die Stadt bisher mit einer Konversionsfläche noch nicht getan.

Klar sei, sagt Bieberle jetzt, dass die Stadt nicht selbst bauen werde. Das könne aber eine ihrer Töchter tun, die Baugesellschaft Hanau (BGH). „Die BGH wird mit von der Partie sein“, sagt Bieberle. Zudem gebe es einige andere Interessenten, die Häuser und Wohnungen auf dem Gelände nördlich der B 8 bauen wollten.

Vorrübergehend Platz für Flüchtlinge

Ursprünglich wollten Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und Bieberle auf dem südlichen Areal, Sportfield-Housing, mit den bestehenden Soldaten-Wohnungen günstige Wohnungen schaffen. Das haben sie aber inzwischen aufgegeben, sie fürchten Probleme mit dem Industrienachbarn Dunlop.

Jetzt sollen dort vorübergehend Flüchtlinge untergebracht werden, im August hatte die Stadt angekündigt, dass sie dort eine Erstaufnahmeeinrichtung für 170 Menschen plane. Wenn der Vertrag mit der Bima erst Anfang 2015 unterschrieben wird, kann die Stadt jedoch erst dann damit beginnen, die Wohnungen auf Sportfield-Housing für Flüchtlinge vorzubereiten.

Bis dahin suchten seine Mitarbeiter weiter nach Wohnungen für die Flüchtlinge, die der Kreis Hanau zuweise, sagt Sozialstadtrat Axel Weiss-Thiel (SPD). Das seien etwa zehn Menschen pro Monat. Doch auch danach werden Wohnungen dringend gebraucht. Denn Weiss-Thiel sieht in der Sammelunterkunft nur eine Zwischenlösung. ran

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