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Auch Blutweiderich und Sumpfschafgarbe gedeihen in dem Feuchtgebiet.

Hasselroth

Feuchtgebiet bei Hasselroth wird artenreich

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Kiebitze und Laubfrösche haben sich bereits in einem einst von Binsen bewachsenen Gebiet bei Hasselroth angesiedelt. Die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung arbeitet seit knapp einem Jahr daran, diese artenreich zu machen.

Etwa 32 sogenannte krautige Pflanzenarten gedeihen bereits auf der Weide im Hasselrother Feuchtgebiet. Und bei einer ihrer Begehungen sahen die Naturschützer der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) mehrere junge Laubfrösche zwischen den hoch wachsenden Pflanzen auf. Außerdem brüteten im Frühjahr zwei Kiebitzpaare dort. Diese Vogelart ist in Hessen selten geworden.

Das Artenvorkommen ist für die GNA ein Erfolg ihrer Maßnahmen, die sie seit Herbst 2018 in dem Feuchtgebiet unternimmt.

So hatten sich der Gesellschaft zufolge auf etwa 2500 Quadratmetern Grünland Binsengewächse stark verbreitet, sodass die Wiesen weder für den Artenschutz noch als Weideland von Nutzen waren. Die meisten Weidetiere fressen Binsen nicht. Also ließ die GNA in Absprache mit Hessen Mobil die Binsen mulchen, den Boden stellenweise abtragen und regionale Wildblumen aussäen. Aus dem relativ artenarmen und für Nutztiere unbrauchbaren Grünland solle dauerhaft eine Weide mit einer hohen Diversität entstehen, so die GNA.

Ein guter Teil davon ist erreicht. Denn neben den verschiedenen Pflanzen weiden dort nun auch Angusrinder, die sich diese schmecken lassen.  

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