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Die Ronneburg ist eines der beliebten touristischen Ziele im Mainz-Kinzig-Kreis. Sie alle sollen besser vermarktet werden.
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Die Ronneburg ist eines der beliebten touristischen Ziele im Mainz-Kinzig-Kreis. Sie alle sollen besser vermarktet werden.

Main-Kinzig

Feriengäste heiß umworben

Die Kommunen im Main-Kinzig-Kreis beraten gemeinsam über neues Tourismus-Konzept.

Von Anne Lorenc

Der Main-Kinzig-Kreis ist gut im Tourismus-Geschäft vertreten. 1,3 Millionen Übernachtungen und über 13 Millionen Tagesgäste wurden im Vorjahr erfasst. Doch es gibt Nachholbedarf. Im ländlichen Bereich dominieren Erholungssuchende, im Ballungsraum geben sich Kurzzeit-Gäste aus dem Geschäftsleben nur werktags die Klinke in die Hand. Am heutigen Dienstag treffen Vertreter der Kreis-Kommunen zusammen, um an ihrem gemeinsamen Tourismus-Konzept weiterzuarbeiten.

Eine attraktive Homepage steht auf der Wunschliste, eine Imagebroschüre und ein digitaler Veranstaltungskalender. Außerdem sollen touristische Schwerpunkte gesetzt werden. Sie sind identisch mit Vorschlägen, die ein Arbeitskreis der Industrie- und Handelskammer Hessen bereits 2010 zu Papier gebracht hat: Bedient werden sollen „leistungs- und zukunftsfähige Themen wie Tagungen & Kongresse, Städte & Kultur, Kunst & Geschichte, Wellness & Gesundheit, Aktiv & Natur, Wein & Kulinarisches und Welterbestätten“.

Rätselhaftes Plus in Maintal

Dabei steht in der Gesamtstatistik der Kreis nicht schlecht da. Die Übernachtungszahlen haben mit über 1,3 Millionen eine neue Höchstmarke erreicht. Spitzenreiter sind die Erholungsorte im Norden des Kreises. Die Zahl der Gäste ist aber mit knapp 350 000 konstant geblieben. Hier liegt Hanau vorn. Die meisten Besucher blieben nur 2,2 Tage – die kürzeste Verweildauer im Kreis. Gabriele Christ, Geschäftsführerin und Eigentümerin des Steinheimer Hotels Villa Stokkum, erklärt das so: „Wir haben zu 95 Prozent Geschäftsreisende“. Und sie fügt an: „Hanau ist ein Wirtschaftsstandort, keine touristische Destination“.

Es fehlten Attraktionen von überregionaler Bedeutung, die ein Freizeit- und Kulturpublikum interessierten. Ein originalgetreu aufgebautes Brüder-Grimm-Haus, die Einbindung des Comoedienhauses Wilhelmsbad in die touristische „Route historischer Theater“, das seien Möglichkeiten. Doch eine einzelne Kommune sei überfordert: „Die gesamte Kulturregion muss etwas tun“.

Geradezu raketenhaft sind die Übernachtungszahlen in Maintal in die Höhe geschossen. Im Vorjahr wurde ein Plus von 52,4 Prozent verzeichnet. Warum das so war, ist den Fachleuten ein Rätsel. „Wir haben keine neuen Hotels, keine Erweiterungen und keine Erklärung“, heißt es leicht verwundert aus dem Rathaus.

Landrat Erich Pipa (SPD) hat für die heutige Sitzung die Richtung vorgegeben: „Wir müssen uns als attraktive Erlebnis- und Freizeitregion verstehen und offensiver als Gastgeber auftreten.“

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