+
Das Strandbad ist im Sommer weit über Großkrotzenburg hinaus bekannt und beliebt.

Großkrotzenburg

Podium zur Strandbad-Zukunft

  • schließen

Die Bürgerinitiative will zum Erhalt des bekannten und beliebten Strandbads „Spessartblick“ Bürgermeisterkandidaten auf den Zahn fühlen.

Die Bürgerinitiative zum Erhalt des weit über Großkrotzenburg bekannten und beliebten Strandbads „Spessartblick“ möchte den fünf Bürgermeisterkandidaten zur Zukunft des Strandbads auf den Zahn fühlen. Dazu lädt sie für morgen Abend zur Podiumsdiskussion. „Wir wollen glasklar von ihnen wissen, was sie vorhaben“, so Gisela Lenz von der Initiative. Mit Interesse verfolge die BI die Äußerungen der Parteienvertreter im Hinblick auf die Zukunft des Badesees.“ Gut 2500 Unterschriften hatte sie gesammelt und auf die besondere, auch emotionale Bedeutung des Bades für die Menschen hingewiesen.

Gemeinde behält Hoheit

Die Gemeinde möchte die hohen Kosten für den Badesee loswerden, die Bürgerinitiative kämpft darum, dass das Strandbad aber unter deren Hoheit bleibt, besonders mit Blick auf das Öffnungskonzept, die Eintrittspreise und speziellen Vergünstigungen. Etwa dass der Wasserspaß für Großkrotzenburger Kinder auch künftig gratis bleibt. „Jede Verpachtung des Sees von der Gemeinde an Private würde einen ungehinderten Badebetrieb während der Saison existenziell gefährden. Dies muss verhindert werden“, betont Gisela Lenz. Doch die Gemeindeverwaltung sei da „sehr schwerfällig“, man habe sich zu lange nicht um ein Konzept gekümmert, obwohl es den klaren Auftrag von der Gemeindevertretung gegeben habe.

Der Betrieb findet derzeit durch eine Firma im Auftrag der Gemeinde statt, die das Aufsichtspersonal stellt. Zwar ist die bevorstehende Badesaison noch sichergestellt, doch wie es ab kommendem Jahr weitergeht, ist nach wie vor unklar. „Einig ist man sich, dass das Strandbad Strandbad bleiben soll, die Frage ist nur wie“, sagt Noch-Bürgermeister Friedhelm Engel (CDU), der sich vom Gemeindeparlament einen klaren Auftrag an seine Verwaltung wünscht. Den Vorwurf der Bürgerinitiative, die Gemeindeverwaltung habe sich nie um günstigere Alternative gekümmert lässt er nicht gelten. „Wir haben mehreren Anbietern die gleiche Ausschreibung geschickt. Es gab drei Rückläufe und bei den Kosten gab es kaum Unterschiede“, sagt Engel auf Anfrage.

Die BI hofft auf die Mehrheit für einen Antrag der Grünen zur letzten Gemeindevertretung am 2. Februar vor der Kommunalwahl. Demnach soll der bisherige Standort des Oberwaldstadions auch als künftiger Standort festgeschrieben werden.

Die SPD hatte angeregt, den Fußballplatz des FC Germania auf den Parkplatz des Strandbads zu verlegen, steht damit aber offenbar alleine da. Damit wäre zumindest das schon mal vom Tisch, so Gisela Lenz. Der Grünen-Antrag wird voraussichtlich von CDU und FDP mitgetragen, glaubt auch Engel.

Die Bürgerinitiative hofft außerdem, dass es zur kommenden Saison schon eine günstigere Lösung mit einem Betreiber im Auftrag der Gemeinde geben könnte.

Engel rechnet jedoch vor der Kommunalwahl mit keiner substanziellen Entscheidung mehr zur Zukunft des Strandbads. Damit wird sich die neue Gemeindevertretung beschäftigen müssen.

Die Podiumsdiskussion mit den Bürgermeisterkandidaten Thorsten Bauroth (parteilos), Daniel Protzmann (FDP), Marcus Rosen (SPD), Johannes Rubach (Krotzebojer Grüne) und Max Schad (CDU) ist am Donnerstag, 28. Januar 19.30 Uhr im Bürgerhaus Midas Limes Forum, Schulstraße.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare