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Prälat Bernd Böttner ist Initiator der Feierlichkeiten.

Hanauer Kirchen-Union

"Mehr Einheit in Vielfalt"

Prälat Bernd Böttner, Prälat der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, spricht mit der FR über das Jubiläum und die Hanauer Union heute.

Herr Böttner, wie ist das Jubiläum mit seinen Angeboten von den Hanauer Bürgern aufgenommen worden?
Angefangen von dem Vortrag von Margot Käßmann waren die weiteren Vorträge unterschiedlich, aber gut besucht. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Kooperationspartner – Stadt Hanau, Hanauer Geschichtsverein, Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt, Luther-Gesellschaft, Volkshochschule, Stadtkirchengemeinde Hanau, Kirchenkreis Hanau, Sprengel Hanau sowie Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck – hat sich sehr bewährt.

Was bedeutet die Hanauer Union heute?
„Zusammen in Vielfalt glauben“ lautet das Motto des Jubiläums. Die Visionen der Mütter und der Väter der Hanauer Union können uns auch heute leiten in unserem Bestreben nach Einheit in der Vielfalt der Konfessionen und überhaupt auf der Suche nach Einheit in einer Gesellschaft, die immer vielfältiger wird, die aber auch auseinanderzubrechen droht.

Halten Sie eine „Union“ zwischen evangelischer und katholischer Kirche für möglich?
Eine Union wie die Vereinigung der lutherischen und der reformierten Gemeinden im Sprengel Hanau im Jahr 1818 zu einer Kirche, auch im organisatorischen Sinn, halte ich nicht für möglich, allerdings auch nicht für erstrebenswert. Mehr Einheit in versöhnter Verschiedenheit wäre durchaus möglich. Hier setze ich auf die weiteren ökumenischen Bestrebungen und vor allem auf den Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt 2021.

Interview: Christian Prüfer/epd

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