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Ein Saisonarbeiter aus Malawi, dessen Arbeit sehr hart ist und schlecht entlohnt wird, hat seine Stolz bewahren können.

Hanau

Ein Blick in die andere Welt

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Die Ausstellung „Ich bin Leben, das leben will“ erzählt berührend von Menschen in Not. Die Ausstellung ist noch bis zur „Nacht der Kirchen“ am 23. September in der Marienkirche zu sehen.

Sie zeigen die Menschen respektvoll, selbstbewusst und mit Würde, ohne voyeuristisch zu sein.“ Der Hanauer Probst Bernd Böttner ist fasziniert von der Kraft und Ausstrahlung der Fotos, die seit dem Wochenende in der Ausstellung „Ich bin Leben, das leben will“ in der Marienkirche am Altstädter Markt zu sehen ist.

Das aktuelle Themenjahr der Evangelischen Kirche in Deutschland befasst sich 2016 mit dem Aspekt „Reformation und eine Welt“. Dieses Motto wurde von den Ausstellungsmachern, den evangelischen Kirchengemeinde in Fulda und dem Fuldaer Fotografen Christof Krackhardt noch einmal ein wenig umgewandelt. Herausgekommen sind sieben Triptychen mit großformatigen Fotos zu den Themen Ernährung, Wasser, Gesundheit, Menschenrechte und Frieden, Bildung, Kinder und Frauen, der Titel der Schau zitiert einen berühmten Satz des Philosophen und Theologen Albert Schweitzer. Die Schau zeigt, dass wir zwar in einer Welt leben, doch auch, wie ungerecht es in dieser zugeht.

Böttner, zu dessen Sprengel auch die evangelischen Kirchengemeinden in Fulda gehören, hatte die Ausstellung dort gesehen und sich nach Hanau geholt. In Fulda wurde je ein Bild in einer von sieben evangelischen Kirchen gezeigt, alle zwei Wochen wurden die großformatigen Prints, die in dreiteiligen Holzrahmen eingefasst sind, ausgetauscht. So war jedes Motiv in jeder Kirche der Kirchen zu sehen. „Das ist hier in Hanau leider nicht möglich, das hätten wir nicht organisiert bekommen“, so Böttner. Und statt wie in Fulda, wo ein Triptychen jeweils hinter dem Altar stand, sind in der Marienkirche die Bilder mit den dazugehörigen Informationstafeln im gesamten Kirchenschiff verteilt. So nimmt die Schau den gesamten Raum ein, in jeder Ecke der Marienkirche wartet ein anderes, berührendes Foto auf den Betrachter.

Mit den Motiven zeigt Fotograf Krackhardt auf unverstellte Art das Leben der Menschen in Afrika, Südamerika und anderen Teilen der Erde, die von zum Teil sehr großer Not geplagt sind. Die Bilder sind überwiegend während seiner Arbeit als Fotograf für die Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ entstanden. Doch nicht nur die Bilder sollen etwas über das Thema Not und Hilfe für andere erzählen – in den kommenden Wochen werden die einzelnen Themen der Ausstellung in der Gestaltung der Gottesdienste aufgegriffen.

Am Sonntag, 21. August, gibt es eine Taufgottesdienst. „Was würde dazu besser passen als das Thema ‚Kinder’“, sagt Böttner. In der Woche darauf, am 29. August, wird es dann um das Thema „Menschenrechte und Freiheit“ gehen. Zu diesem Gottesdienst ist auch der Fotograf eingeladen, der während des Gottesdienstes und danach im Kirchencafé mehr über seine Arbeit erzählen wird.

Die Ausstellung ist noch bis zur „Nacht der Kirchen“ am 23. September in der Marienkirche zu sehen. Besichtigungen sind samstags von 10 bis 16 Uhr und sonntags vor und nach den Gottesdiensten möglich, sowie für Gruppen nach Vereinbarung mit dem Sprengelbüro, Telefon 06181/23 767.

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