Hanau

Erstmal nur sondiert

Ja zum Klinikverbund Hanau-Aschaffenburg. Einen Zeitplan gibt es noch nicht.

Nachdem am Freitag sich die Leitungen der Kliniken Hanau und Aschaffenburg sowie die Oberbürgermeister der beiden Städte und der Landrat des Kreises Aschaffenburg zu einem weiteren Sondierungsgespräch getroffen haben, gibt es noch keinen Fahrplan für den Klinikverbund, hieß es gestern auf Nachfrage. Bislang sei über das medizinische Versorgungskonzept gesprochen worden. „Der jetzige Prüfungsschritt für einen Klinikverbund befasst sich mit der Wirtschaftlichkeit der beiden Kliniken“, heißt es aus Hanau.

Dazu braucht es „belastbare Zahlen“, die erst mit den Jahresabschlüssen der beiden Häuser vorlägen. Konkrete Angaben werden in Hanau erst mit Abschluss des Geschäftsjahres gemacht. Allerdings teilte Anfang Dezember das Klinikum mit, dass 2016 wohl mit einem Minus in Höhe von 900 000 Euro abgeschlossen wird. Keine Angaben waren aus Aschaffenburg zu erhalten. 2014 kam das Klinikum dort laut eigener Darstellung auf ein Defizit in Höhe von 1,1 Millionen Euro.

Für die Franken stellt die Verbundbildung nur eine Baustelle zu zwei weiteren dar, die noch nicht völlig abgeschlossen sind. „Wir hängen immer noch in der Fusion mit dem Krankenhaus Alzenau“, heißt es. Die Verwaltungseinheit samt IT verlange derzeit viel Energie. Außerdem gebe es noch Nachwirkungen ob der Umwandlung des Klinikums in eine GmbH; das Haus gehörte zuvor einem Zweckverband. Der Klinikverbund mit Hanau werde dennoch ernsthaft und zielstrebig verfolgt, heißt es. sun

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