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Historische Mauern behindern die Bauarbeiten auf dem Freiheitsplatz.
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Historische Mauern behindern die Bauarbeiten auf dem Freiheitsplatz.

Hanau Freiheitsplatz

Eröffnung erneut verschoben

  • Wiebke Rannenberg
    VonWiebke Rannenberg
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Archäologische Funde und anderes behindern Bauarbeiten für das Einkaufszentrum. Der Eröffnungstermin wird auf Herbst 2015 verschoben. Der Frühjahrstermin hätte laut Projektleiter Steidl nur gehalten werden können, wenn im Herzen der Stadt im Zwei-Schicht-System gearbeitet worden wäre.

Das Einkaufszentrum auf dem Freiheitsplatz wird ein halbes Jahr später eröffnet als geplant. Die Läden werden erst in zwei Jahren, im September 2015, mit dem Verkauf beginnen. Das sagte der technische Projektleiter der Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB), Kai Steindl, am Dienstagabend vor den Mitgliedern des Struktur- und Umweltauschusses und des Ortsbeirats Innenstadt. Zwar habe es auf der Baustelle „keine große Verzögerung“ gegeben, sagte Steindl. Doch „viele Kleinigkeiten“ hätten den Fortschritt so verzögert, dass das Zentrum erst im Mai eröffnen könnte. Damit wiederum seien aber erfahrungsgemäß große Textilvermarkter nicht einverstanden, sagte Steindl. Diese wollten vor Ostern oder im Herbst vor dem Weihnachtsgeschäft beginnen. Deshalb habe HBB sich entschieden, den Termin auf den Herbst 2015 zu verschieben. Zu halten wäre der Frühjahrstermin nur, sagte Steindl, wenn auf der Baustelle im Zwei-Schicht-System gearbeitet würde. Das wolle er Hanau aber „im Herzen der Stadt“ nicht zumuten.

OB sieht Verschiebung gelassen

Zu den „vielen Kleinigkeiten“ zählt Steindl unter anderem, dass sich im Boden unter dem ehemalige Karstadt-Gebäude nicht eine, sondern zwei Bodenplatten befanden. Zudem seien unter dem ehemaligen Sport-Barthel entgegen aller Erwartungen doch Reste alter Mauern gefunden worden. Diese archäologischen Funde müssten kartiert werden, das nehme mehr Zeit in Anspruch. Archäologische Ausgrabungen an anderer Stelle hatte die HBB bereits vor einem Jahr für die erste Verschiebung des Starts verantwortlich gemacht. Im August 2012 hieß es, dass nicht, wie geplant im Herbst 2014, sondern erst im Frühjahr 2015 eröffnet werden sollte. Zudem war damals die problematische Beschaffenheit des Bodens mit alten Baugruben, Schutt und Resten alter Bauten angeführt worden.

Die im Bürgerhaus Wolfgang anwesenden Politikerinnen und Politiker nahmen die Ankündigung ohne Fragen oder Kommentare zur Kenntnis. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sah die Verschiebung am Mittwoch gelassen. Angesichts dessen, dass 30 Jahre lang über die Zukunft des Freiheitsplatzes diskutiert worden sei, „sind sechs Monate nicht entscheidend“, sagte er gegenüber der Frankfurter Rundschau. Auch werde HBB nicht vertragsbrüchig, laut Vertrag müsse HBB spätestens im Januar 2016 eröffnen. Und für den Großteil der Einzelhändler in der Innenstadt sei es wichtig, dass die Straßen vor ihren Geschäften zum Weihnachtsgeschäft 2013 „wieder ans Netz gehen“. Da liege die Stadt im Zeitplan (siehe unten). Erleichtert sei er, sagte Kaminsky, dass HBB inzwischen auch für den Hochbau den Vertrag mit einem Generalunternehmer unterschrieben habe, die Wahl fiel auf Züblin.

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