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Erlensee: Geflüchtete Mädchen attackiert

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Von: Gregor Haschnik

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Nach einem Vorfall in der Nähe eines Spielplatzes hat die Mutter der Kinder Anzeige erstattet.

Sie gingen gerade von der Schule nach Hause, als ihnen in der Nähe eines Spielplatzes ein Mann entgegenkam und zwei von ihnen plötzlich ins Gesicht schlug und kniff. Daraufhin schrien sie und der Angreifer lief weg.

So beschreiben Mädchen aus einer aus Afghanistan geflüchteten Familie, was am Montagmittag gegen 13.50 Uhr im Pfingsweidweg in Erlensee-Langendiebach geschah. Wie die Polizei der FR auf Anfrage mitteilte, hat die Mutter am Dienstag Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Den Angaben zufolge wurden die beiden älteren der zwischen sieben und elf Jahre alten Kinder attackiert.

Auf den Vorfall hatte Dieter Nentwig aufmerksam gemacht, der sich in Erlensee nicht nur für die Grünen, sondern auch für Geflüchtete engagiert. Nach seinen Worten rannte die Mutter sofort zu dem Spielplatz, nachdem die Kinder ihr davon erzählt hatten. Doch sie traf niemanden mehr an. Mit Nentwig fuhren sie später zu einem Kinderarzt. Dieser habe die Kinder, die demnach noch Rötungen im Gesicht hatten, untersucht und einen Bericht verfasst. Den Mädchen gehe es jetzt ganz gut, so Nentwig, aber sie hätten große Angst gehabt. Die Familie sei nach einer monatelangen, gefährlichen Flucht aus Afghanistan nach Erlensee gekommen, wo sie sich sehr wohl und bisher sicher gefühlt habe. Man frage sich, wer kleine Mädchen auf dem Schulweg angreife, verletze und schockiere, so Nentwig.

Laut Beschreibung ist der Gesuchte zwischen 20 und 30 Jahre alt, 1,75 Meter bis 1,80 Meter groß. Er war ganz in Schwarz gekleidet und trug auch eine Mütze. Die Polizei bittet Zeug:innen, sich unter 06181 / 901 00 zu melden.

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