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Erinnerung an ermordete Juden

Nidderau Stolpersteine markieren früheren Wohnort von Holocaust-Opfern

An fünf Orten werden am Donnerstag, 4. September, die ersten "Nidderauer Stolpersteine" zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur verlegt. Der Kölner Künstler und Initiator Gunter Demnig startet die Gedenkstein-Aktion um 9 Uhr in Heldenbergen vor dem Anwesen in der Raiffeisenstraße 9.

Im Verlauf werden die ehemaligen Wohnstätten verschleppter und ermordeter Juden in der Burggasse 7 in Heldenbergen, in der Kirchgasse 23 und der Wonnecker Straße 12 in Ostheim sowie in der Eugen-Kaiser-Straße 7 in Windecken gekennzeichnet. Rabbiner Andrew Steiman und Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) begleiten die Verlegung. Insgesamt 66 jüdische Heldenberger, Windecker und Ostheimer wurden während der Zeit des nationalsozialistischen Regimes entrechtet, vertrieben, deportiert und ermordet.

Das Projekt wurde im November 2007 angestoßen und vom Politikwissenschaftler Ralf Grünke sowie Monica Kingreen, die das jüdische Leben in den Nidderauer Stadtteilen erforscht hat, begleitet. Deming hat bisher rund 13 000 der etwa zehn mal zehn Zentimeter großen Gedenksteine verlegt. Auf der Messingoberfläche der Steine sind nach den Worten "Hier wohnte" der Name und das Schicksal der jeweiligen Person eingeprägt. "Ein Stein, ein Name, ein Mensch" ist der Leitgedanke des Künstlers für sein 1993 begonnenes Projekt: Jedes individuelle Opfer erhält an seinem früheren Lebensort einen eigenen Stein zur öffentlichen Erinnerung.

Über das Leben und die Schicksale der jüdischen Familien hält Kingreen am Mittwoch, 3. September, um 19.30 Uhr einen Vortrag im Evangelischen Gemeindehaus Windecken in der Eugen-Kaiser-Straße 35. Weiteres können Interessenten bei zwei Rundgängen mit Kingreen erfahren: am heutigen Samstag ist der Marktplatz Windecken um 15 Uhr Treffpunkt. "Auf den Spuren jüdischen Lebens in Heldenbergen" heißt es am Sonntag, 31. August. Dort startet der Rundgang um 15 Uhr in der Bahnhofstraße 14, unterhalb der katholischen Kirche.

Am 4. September werden 26 "Stolpersteine" in den Bürgersteig eingelassen. Im Frühjahr 2009 soll weitere folgen. Bislang kann der Koordinationskreis auf 50 Patenschaften verweisen. jan

Weitere Informationen unter www.stolpersteine-nidderau.de

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