Main-Kinzig

Entschulden und investieren

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Landrat Thorsten Stolz (SPD) erklärt seine künftige Haushaltspolitik: Er setzt auf drei Eckpfeiler.

Schulden abbauen, Infrastruktur stärken, Kommunen unterstützen: Auf diesen drei Eckpfeilern will der neue Landrat und Finanzdezernent Thorsten Stolz (SPD) laut einer Mitteilung die Haushalts- und Finanzpolitik des Kreises für die nächsten Jahre aufbauen.

„Wir werden uns aber nicht zurückziehen, wenn es darum geht, für moderne Schul- und Bildungseinrichtungen, die medizinische und pflegerische Versorgung oder gute Verkehrswege einzustehen“, erklärt Stolz. Finanzielle Entlastung bei den aufgelaufenen Defiziten für Unterbringung und Integration von Flüchtlingen stellt er den 29 Städten und Gemeinden noch für dieses Jahr in Aussicht.

Die begonnene Haushaltskonsolidierung werde auch nach Verlassen des Kommunalen Schutzschirms fortgesetzt. Rund 218 Millionen Euro an Altfehlbeträgen und rund 240 Millionen Euro an Kassenkrediten weise der Kreis auf. Ohne weitere Hilfen durch Bund und Land würden es die Kreise wie auch die meisten Kommunen schwer haben, das alles abzubauen, stellt Stolz klar. Er wolle daher sowohl beim Kommunalinvestitionsprogramm wie auch im Rahmen neuer Entschuldungsprogramme wie der angekündigten „Hessenkasse“ für eine notwendige Unterstützung des Main-Kinzig-Kreises eintreten.

Mit Blick auf die künftige Haushalts- und Finanzpolitik will er den Spagat zwischen Konsolidierung einerseits und gezielten Investitionen in die Infrastruktur andererseits schaffen. „Für mich ist wichtig, dass wir das hohe Investitionsniveau halten, das wir an Geld in Schulen, medizinische Versorgung, Altenpflege und Verkehrswege stecken. Da können wir als Verantwortliche für die Daseinsvorsorge keinen Gang zurückschalten“, so Stolz entschieden. jo

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