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After Work Party im Culture Club
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After Work Party im Culture Club

After-Work-Party

„Einfach runterkommen“

Essen, tanzen, feiern: Die After-Work-Partys im Culture Club sind beliebt. Viele kommen schon vor 20 Uhr - denn bis dahin gibt es "all you can eat" für fünf Euro.

Von Ute Vetter

Der junge, schlanke Koch mit der hohen weißen Mütze steht hinter dem kleinen Buffet und strahlt – denn er kriegt sie alle an die großen weißen Teller. Klar, die Gäste, die mittwochs ab 18 Uhr die After-Work-Party im Culture Club in Hanau-Wolfgang besuchen, kommen direkt von der Arbeit und haben Hunger. Und etliche wissen: bis 20 Uhr gibt es für den Eintritt von fünf Euro so viel zu essen, wie sie mögen.

Drei junge Herren haben bereits die Krawatten gelockert oder abgenommen und die Hemdkragen geöffnet. Ihnen schmeckt das Essen ganz offensichtlich. „Ich hole mir noch einen Nachschlag“, sagt einer, während der Kollege neue Getränke bei den hübschen jungen Service-Girls ordert. „Sahneschnitte“ steht bei der einen auf dem T-Shirt, „Schneewittchen“ auf dem anderen. Anzüglich wirken sie dennoch nicht, weil hochgeschlossen.

Die Stehtische in der schick ausgeleuchteten Design-Bar mit den wunderbar kitschigen Kronleuchtern sind schnell besetzt. Curry-Putengeschnetzeltes mit Reis, Kartoffelwedges, Gemüse und Roastbeef sowie frischer Salat mit Himbeer-Vinaigrette kommen bestens an. Vier Frauen zwischen 25 und 35 Jahren, alle im schicken Büro-Dress, nehmen ebenfalls einen Stehtisch in Beschlag. Sofort gehen sie zum Buffet. Gleich daneben zeigt ein Mann seiner Begleiterin die neuesten Fotos auf seinem iPad. Die Musik ist nicht zu laut und nicht zu leise. Der Aperol mit Prosecco schmeckt, obwohl er mit 8,50 Euro zu teuer ist. Dafür kostet der halbe Liter Wasser im Weizenbierglas mit viel Eis und Zitrone immerhin „nur“ vier Euro.

In der großen Raucher-Lounge (eine Art Zelt) mit Sofas und Stehtischen im hinteren Bereich ist es gegen 19 Uhr noch recht leer, auch hier wird erst einmal gespeist. Eiswürfel klimpern in Gläsern. Haus-DJ Jürgen testet im noch verschlossenen Nebensaal die Anlage. „Denn später wird natürlich getanzt, wir sind schließlich Disco“, erzählt Barchef Stephan Martenczuk. Seit vier Jahren ist er hinterm schicken Tresen mit den Wänden voller Alkoholika für den Ausschank zuständig. Einige Gäste begrüßen ihn mit Handschlag, plaudern kurz.

Die Garderobiere hat nichts zu tun, es ist ein lauer Sommerabend, keiner gibt ein Jacket ab. Und so wohltemperiert wie das Wetter sind auch die Dialoge der Gäste. „Ich will hier nach der Arbeit einfach runterkommen, etwas essen und trinken. Ob ich länger bleibe, tanze und mehr Spaß habe, entscheide ich spontan“, sagt eine Frau und hebt ihr Glas.

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