Am Ende hat alles gepasst

Friedrichsdorfer Firma erstellt Hanaus Skulptur

Die größte Herausforderung bei der Herstellung des Kunstwerks sei das Zusammenschweißen der 17 Meter hohen Lochbleche gewesen, erzählt Michael Grimm, Konstruktionsleiter bei der Arnold AG aus Friedrichsdorf. Die 1924 gegründete Firma für Metallverarbeitung hat in ihren Werkshallen im thüringischen Steinbach nach Kazuo Katases "Entwurf" (so auch der Titel des Objekts) die weiß lackierte, tütenförmige Skulptur aus Edelstahl geschaffen, die seit gestern das Innere des neuen Kreisels am Kurt-Blaum-Platz schmückt. Knapp fünf Monate haben die Arbeiten gedauert, vor einer Woche ist das Kunstwerk fertig geworden.

"Wir haben eng mit Katase zusammengearbeitet", erzählt Grimm. Detailliert wurden die einzelnen Schritte festgelegt, "damit wir beim Fertigungsprozess auch an alle Stellen hinkommen". Diese Vorgaben sind penibel eingehalten worden - mit Erfolg: Am Ende hat alles gepasst.

Mit der Herstellung der Hanauer Katase-Skulptur betritt die Firma Arnold kein Neuland; im Gegenteil: Mit dem aus Japan stammenden Künstler hat das Traditionsunternehmen schon oft zusammen gearbeitet, sagt Konstruktionsleiter Grimm. So stehen von Katase entworfene und von Arnold umgesetzte Objekte unter anderem in Darmstadt, Ludwigshafen, Bottrop, Freiburg und Lyon.

Überhaupt macht die Produktion von Kunstwerken einen großen Teil der Aufträge aus - rund 50 Prozent. Der Rest sind industrielle Fertigungen, unter anderem von Medizintechnik oder DVDs. Von der Firma hergestellte Kunstwerke sind überall in Deutschland zu bestaunen. Das "Pendulum" von Claus Bury in Frankfurt gehört dazu, die "Cube Structure" von Sol Lewitt für die Dresdner Bank in Frankfurt oder das "Schattenlabyrinth" von Vera Röhm auf der Mathildenhöhe in Darmstadt. Auch Bühnenbilder hat das Unternehmen bereits gebaut. So litten Tristan und Isolde im Nationaltheater Mannheim auf einem Arnold'schen Aluminiumschiff. pam

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