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Nach elf Jahren Bauzeit ist der Ausbau der Kennedystraße in Maintal-Dörnigheim nun endlich fertig.
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Nach elf Jahren Bauzeit ist der Ausbau der Kennedystraße in Maintal-Dörnigheim nun endlich fertig.

Maintal

Dörnigheims Ortsdurchfahrt ist endlich fertig

Im Sommer 2007 war die Geduld schließlich überstrapaziert: Da gingen die Geschäftsleute wegen einer fünfmonatigen Vollsperrung auf die Barrikaden. Kaum ein Bauprojekt hat die Gemüter so bewegt wie der elf Jahre dauernde Umbau der Kennedystraße.

Von Jörg Andersson

Die ersten Pläne lagen 1987 auf dem Tisch. Die Bauzeit verteilte sich über fünf Etappen und summierte sich auf elf Jahre. Kaum ein Projekt hat die Gemüter in Dörnigheim so beschäftigt wie der Umbau der Kennedystraße.

Maintals Erster Stadtrat Ralf Sachtleber reichert die Geschichte der drei Kilometer langen Ortsdurchfahrt um eine persönliche Anekdote an. 1991 habe ihm sein Vorgänger Karl-Heinz Schreiber einen Aktenordner mit der Bemerkung übergeben: „Kümmere dich darum, dass das schnell fertig wird.“ Der parteilose Planungsdezernent machte sich frisch ans Werk, benötigte aber zwei Anläufe, um den Auftrag zu erledigen. Dass er zwischenzeitlich für mehrere Jahre den Arbeitsplatz gewechselt hatte, hinderte ihn nicht, nun wieder persönlich die Fertigstellung des Millionenprojekts zu feiern.

Die heißeste Bauphase blieb Sachtleber dabei erspart. Im Sommer 2007 waren die Geschäftsleute ob einer fünfmonatigen Vollsperrung der Straße vor ihren Läden auf die Barrikaden gegangen. „Das ist etwas unglücklich gelaufen“, sagt Sachtleber heute zurückblickend. Immerhin haben die Verantwortlichen daraus Konsequenzen gezogen. Der jetzt vollzogene Lückenschluss bis zur Querspange im Westen Dörnigheims ging zügiger und ohne größere Komplikationen über die Bühne. „Wir haben die Arbeiten gezielt in die Sommerferien gelegt“, berichtet Sachtleber. In dieser Zeit hätten die betroffenen Einzelhändler ohnehin weniger Umsätze oder gar selbst Urlaub gehabt. Am Ende waren die Bauarbeiter zudem deutlich schneller als geplant. Ergebnis: Der Umbau wurde sechs Wochen früher fertiggestellt, sieht man davon ab, dass die Pflanzung von 33 Bäumen erst im Herbst erfolgt.

Generell sei die Landesstraße, die in Erinnerung an einen Besuch des damaligen US-Präsidenten im Juni 1963 den Namen Kennedy trägt, „umfeldverträglicher“ gestaltet worden, wie es der Erste Stadtrat formuliert. Der Charme aus jener Zeit, als der Städtebau noch autmobilgerechten Maßstäben folgte, ist verschwunden. Zehn Meter Straßenbreite wurden auf 6,50 Meter reduziert. Stattdessen wurden breitere Fußgänger- und Radwege angelegt. Bordsteinkanten sind verschwunden, Bushaltestellen nun behindertengerecht.

Mit dem neuen Erscheinungsbild haben sich längst auch die meisten Geschäftsleute angefreundet. Die Zahl der Fahrzeuge, die sich durch den Ort schlängeln, hat sich etwas reduziert – überwiegend um Autofahrer, die es auf dem Weg von und nach Frankfurt ohnehin eher eilig hatten und die weniger auf die örtlichen Angebote achteten. „Punktuell spürt man jetzt das Flair einer belebten Einkaufsstraße“, sagt Sachtleber und verweist auf Gastronomie um den Frankfurter Hof, ein Café und eine Eisdiele, die Plätze im Freien anböten.

Der letzte Bauabschnitt hat noch einmal 1,1 Millionen Euro verschlungen, wie Heko Durth, Leiter des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen mitteilte. Dabei habe sich das Land großzügig gezeigt und mehr als eine halbe Millionen Euro bewilligt.

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