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Verkaufsoffner Sonntag in der Hanauer Innenstadt
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Verkaufsoffner Sonntag in der Hanauer Innenstadt

Einzelhandel

Discounter nach Steinheim

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Für das seit mehr als fünf Jahren brachliegende Areal des ehemaligen Möbelhauses Erbe in Steinheim zeichnet sich möglicherweise eine Lösung ab.

Das deutete Wirtschaftsdezernent Ralf-Rainer Piesold (FDP) am Mittwochabend im Struktur- und Umweltausschuss an. Denkbar sei es, auf dem Gelände mehrere Discounter anzusiedeln, erklärte er. Mit welchen Sortimenten, ob Lebensmittel, Bekleidung oder Möbel, steht noch nicht fest.

Jahrelange Verhandlungen

„Ich sehe Einzelhandel als einzige Möglichkeit, diese Brache zu entwickeln“, sagte der Stadtrat zur Frankfurter Rundschau. Seit Jahren waren Verhandlungen mit Besitzer Kurt Krieger ergebnislos verlaufen. Der Eigentümer von „Möbel Höffner“ hatte die Fläche 2005 erworben und wollte dort ursprünglich eine weitere Filiale errichten, konzentrierte sich dann aber auf andere Standorte.

Krieger habe in den jüngsten Gesprächen zugesagt, die geplante Verkaufsfläche von 20000 Quadratmetern zu reduzieren und auf ein Technisches Kaufhaus zu verzichten, sagte Piesold. Denn auf keinen Fall soll der neue Handel am Rande der Bundesstraße 45 den Geschäften in der City Kundschaft abziehen.

Dass die Versorgung mit täglich benötigten Produkten nah am Wohnort gewährleistet ist, die Märkte und Zentren in den Stadtteilen jedoch keine Konkurrenz zur Innenstadt darstellen dürfen, ist ein Kernsatz des „Masterplans Einzelhandel“, den die Gutachter des Münchner Büros „Cima“ im Auftrag der Stadt erstellt haben. Die Ausschussmitglieder stimmten den Inhalten der Expertise zu, ebenso der bereits seit 1998 vorliegenden, bislang aber nie beschlossenen „Hanauer Liste“ mit Empfehlungen für Sortimente in der City und an der Peripherie.

Innerhalb der Innenstadt freilich erwächst den Einzelhändlern ab 2014 Konkurrenz durch das neue Einkaufszentrum am Freiheitsplatz. Für Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) eine normale Situation in der „sozialen Marktwirtschaft“: „Bestandsschutz kann kein Selbstzweck sein, die Innenstadt wird nur durch mehr Attraktivität geschützt. Letztlich entscheiden die Bürger frei, wo sie einkaufen. Und wir müssen immer den regionalen Wettbewerb einbeziehen.“ Die Lagen in der City würden sich verändern, führte „Cima“-Mitarbeiter Sebastian Mahrenholz aus. So werde die Hammerstraße durch das neue Center auf dem Freiheitsplatz und schon vorher durch den Umzug von C&A aufgewertet – während die Rosenstraße durch das Verschwinden des Bekleidungshauses Frequenz verlieren wird. „Es wäre wichtig, dass dort wieder ein Magnet hinkommt.“

Als positiv bewertet Mahrenholz, dass die Textilmarke „Gerri Weber“ an der Ecke Nürnberger Straße/Rosenstraße einen Laden eröffnen wird, wenn Ende 2011 die „Commerzbank“ auszieht. Aber auch die Hammerstraße muss einen Verlust verkraften: Wie zu erahnen war, verlegt H&M seine Filiale ins Einkaufszentrum und vergrößert sich dort.

Eine bedeutsame Rolle weist Mahrenholz auch dem City Center am Kurt-Blaum-Platz zu. Seiner Ansicht nach hätte insbesondere ein Wegzug von „Saturn“ negative Folgen für das ganze (ohnehin schwächelnde ) Viertel.

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