Der Aufenthaltsraum für rückzuführende Frauen und Männer (links) und das angrenzende Arbeitszimmer der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen.
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Der Aufenthaltsraum für rückzuführende Frauen und Männer (links) und das angrenzende Arbeitszimmer der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen.

Hanau

Kritik an Abschiebung

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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Die Linke findet die Urteile gegen den homosexuellen Geflüchteten, dem die Abschiebung nach Pakistan droht, zynisch.

Im Fall des homosexuellen Geflüchteten aus Hanau hat Linken-Landtagsabgeordnete Gabi Faulhaber die Urteile des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sowie des Verwaltungsgerichts scharf kritisiert. Diese sehen keinen Asylgrund. „Homosexuelle sind nach dem pakistanischen Strafgesetzbuch illegal und werden mit Gefängnisstrafen von zwei Jahren bis zum Höchstmaß lebenslänglich bestraft“, so Faulhaber. Sie müssten damit rechnen, dass sie „verhaftet oder von Islamisten umgebracht werden könnten“. Zynisch nennt Faulhaber die Argumentation des Gerichts, dass Homosexuelle zwar ausgegrenzt werden und Homosexualität unter Strafe steht, aber vom Staat praktisch nicht verfolgt werde.

Die FR hatte den Fall öffentlich gemacht. In der Heimat droht dem Mann der Tod. Der Vorschlag des Gerichts, in Pakistan dort hinzuziehen, wo ein Homosexueller untertauchen könne, „zeugt nicht davon, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung handelt“, sagt Faulhaber. Leider gingen Behörden zunehmend davon aus, dass Pakistaner keinen Fluchtgrund hätten.

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