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Deutlich weniger schwere Unfälle

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Die Autofahrer im Main-Kinzig-Kreis bestätigen einen Minus-Trend - im positiven Sinne. Denn noch nie hat es auf den Straßen zwischen Maintal und Sinntal weniger Unfälle, Verletzte und Verkehrstote gegeben als im zurückliegenden Jahr, meldet die Polizei. Unser Archivbild zeigt einen schweren Unfall bei Langenselbold.
Die Autofahrer im Main-Kinzig-Kreis bestätigen einen Minus-Trend - im positiven Sinne. Denn noch nie hat es auf den Straßen zwischen Maintal und Sinntal weniger Unfälle, Verletzte und Verkehrstote gegeben als im zurückliegenden Jahr, meldet die Polizei. Unser Archivbild zeigt einen schweren Unfall bei Langenselbold. © dpa

Gute Nachrichten aus dem Polizeipräsidium Südosthessen: Noch nie gab es im Main-Kinzig-Kreis weniger Verletzte und Tote bei Verkehrsunfällen. Die Zahlen bestätigen einen langjährigen Trend.

Von Jörg Andersson

Die Autofahrer im Main-Kinzig-Kreis bestätigen einen Minus-Trend - im positiven Sinne. Denn noch nie hat es auf den Straßen zwischen Maintal und Sinntal weniger Unfälle, Verletzte und Verkehrstote gegeben als im zurückliegenden Jahr, meldet die Polizei.

Bemerkenswert ist die um ein Drittel gesunkene Zahl der Schwerverletzten sowie die deutlich rückläufige Zahl von Todesopfern. 2009 ließen im Straßenverkehr zwölf Menschen ihr Leben, dies waren sieben weniger als im Jahr zuvor.

In der angeführten Statistik des Polizeipräsidiums Südosthessen sind allerdings nicht die Unfälle auf den Autobahnen A3, A 45 und A 66 mit erfasst. Auf diesen kamen 2009 im gesamten Zuständigkeitsbereich mit der Stadt und dem Kreis Offenbach weitere sieben Menschen ums Leben - im Jahr 2008 waren es hier acht Todesopfer. Bei den Verletzten sank die Zahl von 413 auf 249.

Zahl der Todesopfer halbierte sich in den vergangenen Jahren

Generell bestätigen die vom neuen Polizeipräsidenten Günter Hefner vorgelegten Zahlen einen langjährigen Trend. Seit der Gründung des Polizeipräsidiums Südosthessen im Jahre 2001 haben sich die Unfallzahlen im gesamten Bezirk um 18 Prozent und die der Verletzten um nahezu ein Viertel reduziert. Die Zahl der Todesopfer hat sich statistisch betrachtet demnach sogar fast halbiert.

Neben sicherer Fahrzeugtechnik hat sich in einigen Punkten offenbar auch die Einstellung der Autofahrer geändert. Nach Angaben von Bernd Denninger sind Alkohol und andere Drogen im Straßenverkehr auf dem Rückzug. Beispielhaft dafür führte der Leitende Polizeidirektor eine Rosenmontagskontrolle in Maintal an. Bei 51 Überprüfungen hätten sich sämtliche Autolenker als fahrtauglich erwiesen, der höchste Promillewert habe bei lediglich 0,21 gelegen.

Kontrollen bleiben ein Schwerpunkt der Polizeiarbeit

Kontrollen - von der Geschwindigkeit, über den Gewerbeverkehr bis zum Mobiltelefonverbot ohne Freisprechanlage sowie der Gurtpflicht - sollen weiterhin ein Schwerpunkt bleiben. Ziel ist es, schwere Unfälle und deren Folgen zu minimieren. "Wir wollen intensiv Prävention betreiben und niemanden schikanieren", unterstreicht Dellinger. Der Gurt wie der Blick auf den Tacho könnten Leben retten.

In der Detailbetrachtung der Verkehrsstatistik schneidet dabei der Main-Kinzig-Kreis deutlich besser als die Region Offenbach ab. Während nämlich die Unfallzahl insgesamt um vier und die der Verletzten um knapp zwölf Prozent sank, wurden in der Region zwischen Maintal und Sinntal fast zehn Prozent weniger Unfälle registriert.

Hanau mit gemischter Bilanz

Noch wesentlich deutlicher ist der Unterschied bei den Verletzten. Absolut wurden 2009 nur noch 1080 Menschen auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie kleinen innerörtlichen Verbindungen verletzt. Darunter waren nur noch 183 Schwerverletzte, gegenüber 262 im Jahr 2008.

Gesondert betrachtet hat die Polizei noch einmal den Stadtverkehr in Hanau. Demnach gebe es auch hier rund zehn Prozent weniger Unfälle und mit 385 (zuvor 538) ebenfalls erheblich weniger Verletzte. Alleine die schwerwiegenderen Unfälle trüben die Bilanz. 2009 gab es mit 79 Schwerverletzte 15 mehr als 2008 und und mit drei Personen ein Todesopfer mehr als im Vorjahr.

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