Hanau

Kowol reagiert auf Kritik

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Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat Steinheim sieht sich im Doppelhaushalt nicht ausreichend bedacht. Umwelt- und Baudezernent Andreas Kowol sieht das ganz anders.

Umwelt- und Baudezernent Andreas Kowol (Grüne) hat am gestrigen Freitag auf die Mitteilung der CDU Steinheim reagiert, in der sie der Stadt vorgeworfen hat, im städtischen Haushaltsentwurf 2016/17 sei Steinheim nicht ausreichend berücksichtigt worden (FR vom 21. Januar).

„Hätte die CDU Steinheim nachgefragt, hätte sie feststellen können, dass die Eigenbetriebe Hanau Infrastruktur Service (HIS) sowie Immobilien- und Baumanagement (IBM) den Stadtteil mitnichten vernachlässigen. Aber das hätte ihr die effekthascherische Pressemitteilung verdorben“, schrieb Kowol. Er zählt einige Beispiel auf, an denen die Stadt bereits arbeite.

So lässt die CDU Steinheim laut Kowol den barrierefreien Eingang zur Kulturhalle unerwähnt. Aufgrund von Nachfragen aus dem Ortsbeirat habe die IBM für die Erneuerung der Rampe, die derzeit keiner DIN-Norm entspräche, rund 30 000 Euro aus Mitteln übertragen, die von der Sanierung der Halle übrig geblieben waren. Noch in diesem Jahr solle die Rampe ersetzt werden. Zu der Kritik, dass auf dem Friedhof Steinheim-Süd sei die geplante Urnenwand noch nicht aufgestellt worden, erwidert der Grüne, dass die HIS im April „dieses Kolumbarium“ errichten lasse.

Mittel bereits eingestellt

Die Mittel für die Steinheimer Urnenwand in Höhe von 60 000 Euro hätten schon im Haushalt 2015 gestanden. Für die Schlossbühne seien beim IBM 30 000 Euro eingestellt worden. „Sollten darüber hinaus Mittel erforderlich sein, kann der Eigenbetrieb diese aus dem Gesamtbudget nehmen und benötigt keine extra Haushaltsmittel“, führt Kowol weiter aus. Die Bühne solle noch in diesem Jahr aufgestellt werden.

Da die Voruntersuchung und die genaue Planung „sehr wichtig sind und erhebliche Zeit benötigen“ sei die Grundsanierung des Museums noch nicht im Haushalt 2016/17 eingestellt. Die Planungen fänden in den nächsten zwei Jahren statt, mit dem Umsetzen könne 2018 begonnen werden, so Kowol. Der Heimat- und Geschichtsverein Steinheim teilte indes mit, dass man über die Verzögerung „irritiert“ sei.

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