Maintal

Keine Fassanstiche

Der Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen bereite immer mehr Anlass zur Sorge. Bürgermeister Erhard Rohrbachs (CDU) persönlicher Beitrag zum Jugendschutz ist der Verzicht auf Faßanstiche.

Weil die Stadt Maintal die Initiative des Gesundheitsdezernenten Matthias Zach (Grüne) zu einer Vereinbarung der Kommunen gegen Alkoholmissbrauch auf Festen im Main-Kinzig-Kreis unterstütze, verzichtet Bürgermeister Erhard Rohrbach (CDU) bereits seit längerem auf die traditionellen Bierfass-Anstiche, wenn er Feste eröffnet.

Das sei sein persönlicher Beitrag zum Jugendschutz, lässt er mitteilen. Der Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen bereite immer mehr Anlass zur Sorge. Die Vereinbarung werde zwischen dem Kreis, der Polizei sowie allen Bürgermeistern getroffen. Sie soll die erforderlichen Auflagen bei Genehmigungen zu öffentlichen Festveranstaltungen vereinheitlichen, etwa genau geregelte Einlass- und Alterskontrollen.

Wegen der langen Tradition des Bieranstichs stoße sein Verzicht nicht immer auf Verständnis bei seinen Amtskollegen, so Rohrbach; er hat sie aufgefordert, es ihm gleichzutun.

„Wir haben als Alternative den Maintaler Festorganisatoren schon vorgeschlagen, ein Fest mit nicht-alkoholischen Getränken zu eröffnen – bislang leider ohne Erfolg.“ Rohrbach appelliert an Veranstalter, sich mit dem Thema Alkoholmissbrauch auseinanderzusetzen und konkrete Maßnahmen vorzuschlagen. „Nur gemeinsam können wir den Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen zurückdrängen.“ (jo)

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