Fehler aufgeklärt

E-Mail-Panne entstand nicht vorsätzlich

Die E-Mail-Panne im Rathaus hat nach Wochen der Untersuchung nun ein gutes Ende gefunden. Wie die für die städtische IT zuständige Beteiligungsholding berichtet, sehen die Hauptbetroffenen, die SPD-Fraktionsvorsitzende Cornelia Gasche und ihr Amtskollege Dieter Hog von der CDU, „ausdrücklich keinen Anlass weder für politische noch arbeitsrechtliche Konsequenzen“.

Im Oktober 2011 kam per Zufall ans Tageslicht, dass auf den städtischen Rechnern E-Mails an die CDU-Fraktion an die falsche Adresse weitergeleitet werden – an die der SPD-Fraktionschefin. Allerdings trug ein Schreibfehler in der Umleitungsadresse dazu bei, dass Gasche die E-Mails der Union nicht wirklich erhielt, sondern Hog eine Fehlermeldung. Er brachte daraufhin die Angelegenheit an die Öffentlichkeit.

Gasche und Hog sollen sich dieser Tage zu einem Gespräch getroffen haben, bei dem der Untersuchungsbericht des Hessischen Datenschutzbeauftragten und die Antworten der Großen Anfrage der CDU-Fraktion im Stadtparlament erörtert worden seien sollen. Gemeinsam seien die beiden Fraktionschefs zur Auffassung gekommen, dass es sich bei der E-Mail-Fehlleitung um einen Erfassungsfehler gehandelt habe.

Sicherheitsregel nicht beachtet

Klar ist offensichtlich aber auch, dass die mit der Eingabe von E-Mail-Adressen beauftragten Personen die Sicherheitsrichtlinien nicht beachtet haben. Änderungen von Einträgen seien nicht dokumentiert worden, heißt es. Cornelia Gasche und Dieter Hog bewerteten dies als „hoch kritisch“. Verantwortliche der städtischen EDV erklärten den beiden Politikern, dass den Mitarbeitern die Bestimmungen bekannt seien und es regelmäßig wiederkehrende Schulungen gäbe. (sun.)

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