Bürger müssen mehr zahlen

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Karben Stadtverordnete tagen heute

Zwar beschließen die Stadtverordneten heute noch nicht den Haushalt. Der wird erst vom Kämmerer und Bürgermeister Guido Rahn (CDU) eingebracht und soll dann am 31. Januar eingetütet werden. Trotzdem geht es in vielen der 29 Tagesordnungspunkten um Geld. Zum Beispiel bei der „Hebesatz-Satzung für das Haushaltsjahr 2014“. Dahinter verbirgt sich eine geplante Anhebung der Grundsteuern A und B. Die Grundsteuer B müssen alle Hausbesitzer zahlen. Informationen der Frankfurter Rundschau zufolge sollen die sogenannten Hebesatzpunkte von 300 auf 390 steigen. Das entspricht einer Erhöhung um 30 Prozent. Wie schon die Stadt Bad Nauheim bittet nun auch Karben die Bürger vermehrt zur Kasse.

Auch beim neu sanierten Hallenbad Am Breul, das im März kommenden Jahres eröffnet werden soll, langt die Kommune zu. Die Eintrittspreise sollen laut der Beschlussvorlage um einen Euro steigen.

Schwimmen wird teurer

Erwachsene würden dann vier statt drei Euro zahlen, der ermäßigte Eintritt würde drei statt zwei Euro kosten. In den Genuss der Ermäßigung sollen Kinder und Jugendliche kommen, aber auch Schüler und Studenten.

Um die Gebührenerhöhung komme man nicht herum, „weil wir 4,5 Millionen Euro in das Schwimmbad investieren“, sagt Stadtrat Michael Ottens (Freie Wähler), der als Chef der Stadtwerke für das Hallenbad zuständig ist. Außerdem hätte man die Eintrittspreis mit anderen Bädern in der Region verglichen. Demnach liegt Karben mit seiner neuen Schwimmhalle im Mittelfeld. Dazu kommt: „Jede Schwimmbadkarte wird mit etwa fünf Euro bezuschusst.“

Hat die Stadt Karben auch eine Ermäßigung für Arbeitslose erwogen? Das sei kein Thema gewesen, so Ottens. Der Stadtrat verweist darauf, dass es eine zeitliche Begrenzung nicht gebe. Außerdem müsse jede Struktur wie etwa die Altersermäßigung oder die für Jugendliche „administriert“ werden und je mehr Besonderheiten desto aufwändiger. „Der Anspruch ist immer ein Familien- und Sportbad“, betont Ottens. In dem neuen Bad sollen elf Menschen arbeiten, drei davon an der Kasse. Die ursprüngliche Kostenplanung hatte bei 3,3 Millionen Euro gelegen.

Parkplätze am Bahnhof

Außerdem stehen Anträge und Anfragen der Fraktionen zur Debatte. Die SPD will wissen, wann die Parkplatzsituation am Bahnhof Karben verbessert wird. Derzeit darf dort gebührenfrei geparkt werden. Bereits vor einem Jahr wurde der Magistrat aufgrund eines SPD-Antrags beauftragt zu prüfen, wie das Park&Ride Angebot am Bahnhof Groß-Karben erweitert werden kann.

„In der Zwischenzeit wurden weder erkennbar Maßnahmen realisiert noch ist eine Entspannung der Parkplatzsituation eingetreten“, schreibt der SPD-Stadtverordnete Kai-Uwe Engel. Oft gebe es bereits morgens keine Parkplätze mehr, Eltern-Kind-Parkplätze würden von anderen genutzt und Autos dort abgestellt, wo sie nicht hingehörten.

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