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Der Brunnen muss weichen

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Freiheitsplatz ändert sein Gesicht

Auf dem Freiheitsplatz beginnen die Bauarbeiten früher als geplant: Bereits Anfang November, also schon in den nächsten Tagen, geht es an der Nordseite los; dort wird als erstes ein Kanal verlegt. Vorher wird der Platz, der sein Gesicht bis 2014 grundlegend verändern soll, noch einmal fotografisch dokumentiert. Die Straße im Norden wird wegen der Kanalarbeiten teilweise gesperrt, die Busse fahren stattdessen am Karstadt-Gebäude vorbei und dann die Südseite entlang. So berichteten es Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und Martin Bieberle, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, am Mittwochabend bei einem „Barbizz“-Treffen mit Vertretern von Wirtschaft und Politik im Congress Park.

Grund für das Vorverlegen der Arbeiten ist das unerwartet zügige Abwickeln des Bebauungsplanverfahrens. Lediglich 48 Einwendungen seien eingegangen, sagte Bieberle, bei einem Projekt dieser Größenordnung hätte er 500 „für normal gehalten“.

Gleichwohl wird bei Anwohnern und Einzelhändlern rund um den Freiheitsplatz angesichts der kommenden Riesenbaustelle nicht nur Freude aufkommen: „Die Bürger werden einiges auszuhalten haben. Es wird nicht geräuschlos abgehen und mit erheblichen Belastungen verbunden sein. Aber in dieser Dimension zu bauen funktioniert nicht, ohne dass Menschen Nachteile in Kauf zu nehmen haben“, räumte Kaminsky ein.

Richtig laut wird es dann, wenn Anfang nächsten Jahres der Nordsee-Pavillon und die Toiletten abgerissen sowie Bänke und Mülleimer entfernt werden. Die Leuchten werden ebenfalls abmontiert, danach aber erst einmal eingelagert. Auch der Schwanenbrunnen muss weichen, wird indes nicht zerstört, sondern an anderer Stelle wieder aufgebaut.

Und natürlich werden noch im Winter die Bäume auf dem Freiheitsplatz gefällt, was mit Rücksicht auf die Vögel bis spätestens zum 1. März geschehen sein muss. Ein genauer Termin wird allerdings nicht genannt – vielleicht weil man diejenigen, die möglicherweise mit Aktionen für den Erhalt der großen Platanen kämpfen wollen, überraschen möchte.

Widerstand ist auch beim geplanten Abriss des Westkarrees an der Französischen Allee zu erwarten. Voraussichtlich im Januar sollen die Bagger anrollen – auch dann, wenn das letzte verbliebene Häuflein aufbegehrender Mieter noch in seinen Wohnungen verharren sollte. Den letzten sei zum 31. Januar gekündigt worden, sagt Bieberle, möglicherweise werde zunächst nur ein Teil des Blocks fallen. Die Stadt hat es eilig, denn das Areal soll als provisorischer Parkplatz genutzt werden, der auf dem Freiheitsplatz ja bald nicht mehr zur Verfügung steht.

Das alte Karstadt-Barthel-Gebäude wird im März oder April abgerissen, parallel dazu laufen die archäologischen Untersuchungen im Boden unter dem Freiheitsplatz. Fest steht bereits, dass die bei Voruntersuchungen gefundene historische Straße sichtbar gemacht und in die neue Grünfläche auf der Westseite des Platzes integriert wird. Die Gestaltung dieses Miniparks soll 2013 beginnen.

Insgesamt, rechnet Martin Bieberle vor, werden rund 9800 Lastwagen-Ladungen Aushub und Material an- und abtransportiert, bis im Oktober 2014 das neue Einkaufszentrum nach knapp zwei Jahren Bauzeit eröffnen soll – so denn alles nach Plan läuft.

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