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Broschüre bringt Besucher

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Taschenuhren zeigt das Goldschmiedehaus derzeit.
Taschenuhren zeigt das Goldschmiedehaus derzeit. © S. Rheker

Nicht nur das Goldschmiedehaus in Hanau profitiert von überregionaler Werbung. Zum zweiten Mal hat die KulturRegion FrankfurtRheinMain eine Broschüre zu den wichtigsten Ausstellungen des Jahres herausgebracht.

Das Hanauer Goldschmiedehaus ist ziemlich einzigartig. Vergleichbare Präsentationen von Schmuck gibt es erst wieder in Pforzheim und Antwerpen.

Dennoch muss das eher kleine Haus in dem nach dem Krieg wiederaufgebaute Fachwerkbau am Altstädter Markt um Besucher kämpfen, sagt Christianne Weber-Stöber, die Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Goldschmiedekunst, am Freitag bei einer Pressekonferenz, auf der eine neue Broschüre zu Museen im gesamten Rhein-Main-Gebiet vorgestellt wurde. „Unser Budget ist klein, so ist die Erstellung schon unseres Flyers ein echter finanzieller Kraftakt.“

Da kam ihr das Konzept der KulturRegion FrankfurtRheinMain gerade recht. Zum zweiten Mal wurde ein Verzeichnis von Sonderausstellungen in insgesamt 47 Museen im Großraum Frankfurt und über die Landesgrenzen hinweg herausgegeben. Darin präsentieren sich auch die Häuser in Hanau – neben dem Goldschmiedehaus das Puppenmuseum, Schloss Philippsruhe und die Museen in Steinheim und Großauheim –, außerdem das Brüder-Grimm-Haus in Steinau.

Dessen Leiter Burkhard Kling ist sich mit Weber-Stöber einig: Effektiver lässt sich für eine Sammlung nicht werben. Die Museen kommen preiswert davon. Eine Seite in dem großformatigen Hochglanz-Heft kostet 500, eine halbe 300 Euro. Dieser konkurrenzlos niedrige Preis ist nur möglich, weil die 31 Mitgliedskommunen in der KulturRegion Zuschüsse zahlen.

Sowohl das Goldschmiedehaus als auch das Grimm-Haus waren bereits in der ersten Ausgabe des Museumsführers vertreten – bei de haben es nicht bereut. Die Hanauer Hausherrin hat im vergangenen Jahr mit 6000 rund 1200 Besucher mehr als im Vorjahr gezählt.

Ihr Steinauer Kollege geht von einer Zunahme von 20 Prozent auf etwa 10000 Besucher aus. „Und viele kamen tatsächlich, weil sie über uns in der Broschüre gelesen hatten.“ Die Werbung weit über die Region hinaus und auch noch in recht hoher Auflage – 70000 Exemplare – rentiert sich besonders für kleine Museen, die dergleichen selbst nicht leisten können. ( az)

„Museen & Sonderausstellungen 2011“, kostenlos erhältlich unter anderem in den Museen und Rathäusern, außerdem als Download unter www.krfrm.de

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