Hanau

Braten für Arme

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Aktion der Fleischerinnung und der Tafel: In mehr als einem halben Dutzend Fleischerfachgeschäften können Kunden gegen einen Betrag von fünf Euro einen Braten für Kunden der Tafel spenden.

Die Fleischerinnung Hanau Stadt und Land hat mit der Hanauer Tafel die Aktion „Paten für den Braten“ gestartet. In mehr als einem halben Dutzend Fleischerfachgeschäften können Kunden gegen einen Betrag von fünf Euro einen Braten für Kunden der Tafel spenden.

„In allen Haushalten, die von der Tafel beziehen, soll zu Weihnachten ein Stück Fleisch auf den Tellern sein“, so Innungsobermeisterin Daniela Roß. Die Aktion lief im vergangenen Jahr an. Damals konnte das Ziel mit 324 Braten gerade zur Hälfte erreicht werden. „Die Idee hatte ihren Ursprung in der Innung“, berichtet Roß. „Wir haben uns mit der Tafel in Verbindung gesetzt, wie das Projekt umgesetzt werden kann und welcher Bedarf besteht.“

„Fleisch ist bei der Tafel absolute Mangelware“, sagt Leiterin Petra Weinzettel. Industriell abgepackte Ware aus Lebensmittelmärkten, die von den Tafel-Fahrzeugen angefahren werden, gebe es kaum. Rohfleisch aus einer Theke müsste von den Helfern der Tafel portioniert und verpackt werden. Der Zeitaufwand sei dafür zu hoch. Rund 2000 Menschen versorgt die Tafel. Laut Roß hat sich die Aktion bei vielen Kunden herumgesprochen und wer 2013 gespendet hat, habe schon nachgefragt, wann es wieder losgeht.

Pfundweise portioniert

„Die Braten werden pfundweise portioniert, das ist später bei der Ausgabe praktischer.“ So könnten Familien je nach Größe etwa zwei oder drei Pfund erhalten. Es gibt Schwein, Rind und Geflügel. Damit ausreichend von jedem Fleisch vorhanden ist, auch weil einige Tafel-Kunden aus religiösen Gründen kein Schwein essen, schaffen Roß und einige Kollegen einen Ausgleich.

Bis zum 10. Dezember heißt es „Paten für den Braten“, dann geht es für die teilnehmenden Metzger ans Abpacken und Etikettieren nach Vorschrift, so dass die Braten am 15., 17. und 19. Dezember im Laden der Tafel mit in die Tasche gesteckt werden können. „Mit den fünf Euro wird das Fleisch zum Selbstkostenpreis abgegeben“, sagt Roß. Vielleicht halte der zusätzliche Arbeitsaufwand im Weihnachtsgeschäft einige Kollegen ab, mitzumachen. Jedoch berichtet Roß von einem „positiven Druck“ wegen nachfragender Kunden, der zum Umdenken verleiten könnte.

Welche Metzgereien die Aktion unterstützen, nennen die Obermeisterin der Innung Daniela Roß, Telefon 06184 / 50174, und die Tafel Hanau, Telefon 06 18 1 / 95 29 50 17.

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