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Schulsprecherin Johanna Kuge
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Schulsprecherin Johanna Kuge

Hohe Landesschule Hanau

Bloß keine Quotenfrau

Die „HoLanerin“ Johanna Kuge erhält viele Preise, weil sie sich gern engagiert. Den jüngsten gab’s vom Zonta Club Hanau, einer internationalen Serviceorganisation für Frauen in Hanau.

Von Ute Vetter

Manche Menschen sind einfach Glückspilze. Sie sehen blendend aus, sind nett, bescheiden, fleißig, intelligent, beliebt – und auch noch erfolgreich. Zu dieser Gattung gehört eindeutig Johanna Kuge. Die 18-jährige Maintalerin, die das Gymnasium Hohe Landesschule in Hanau besucht, hat für ihr schulisches und privates Engagement schon Preise eingeheimst.

Die Zontas vergaben zum vierten Mal den „Young Women in Public Affairs Award“ (YWPAA). Der mit 500 Euro dotierte Preis zeichnet junge Schülerinnen des Main-Kinzig-Kreises aus, die sich für die Schulgemeinschaft engagieren und in ihrer Freizeit ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben.

Tatsächlich ist Johanna Kuge nicht nur Sprecherin für über 1000 Schüler der HoLa, sondern hat sich beim Aktionstag zum Thema Aids und HIV für die Hanauer Aids-Hilfe eingesetzt. Auch ihre Mitarbeit in der Comenius-Gruppe (ein EU-Schüleraustausch-Projekt) und der UNO-AG haben die Zontas überzeugt.

Und dass Johanna bei einem Konzert in einem Frankfurter Altenheim für Demenzkranke auch noch Klavier spielte, war das „i-Tüpfelchen“.

Beim Wettbewerb für Oberstufenschüler der Europa-Union Hanau unter dem Motto „Braucht Europa neue Mythen – oder eine Verfassung?“ siegte Johanna ebenfalls mit ihrem Text und gewann den ersten Europa-Preis. Mit drei Mitschülerinnen gründete sie unlängst die fiktive Firma „Weltenbummler“ und heimste mit einem klappbaren Einkaufskorb den zweiten Platz beim Wettbewerb business@school ein.

Den Zonta-Frauen gefielen auch Johannas Gedanken zur Stellung der Frau in ihrem Land und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Johanna ist jedoch gegen die derzeit diskutierte Frauenquote bei hohen Positionen in Unternehmen. „Ich möchte keine Quotenfrau sein, sondern glaube, dass eine Frau, die ihren Job sehr gut macht und weiterkommen will, es auch nach oben schaffen kann“, sagt sie.

Es sei doch eher so, dass Frauen gesellschaftlich geächtet würden, die ihre Kleinkinder wegen des Jobs ganztags betreuen ließen.

Johanna macht im kommenden Jahr Abitur, weiß aber noch nicht, was sie studieren will. Ihre Lieblingsfächer sind Biologie und Mathematik, sie kann sich ein BWL-/Biologie-Studium vorstellen und einen Job im Auswärtigen Amt. Doch zunächst will sie Abstand, ein Jahr ins Ausland gehen und an einem Entwicklungshilfeprojekt mitarbeiten. „Den Kopf freikriegen“, sagt sie. Ob sie im kommenden Jahr erneut als Schulsprecherin kandidieren wird, ist noch offen.

Hobbys hat Johanna auch: Klavierspielen, Volleyball und Joggen. Letzteres betreibt sie gern mit ihrem Vater, der sie vor drei Jahren dazu animierte. Die sieben Kilometer lange „Hausrunde“ schafft sie in 30 Minuten. „Ja, ich bin schnell“, lacht sie. Und wenn sie sich gut fühlt, rennt sie die Strecke auch zweimal. Sie braucht ganz sicher keine Quote.

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