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Auch die Wünsche der Schulen werden bei der Untersuchung abgefragt.
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Auch die Wünsche der Schulen werden bei der Untersuchung abgefragt.

Bildung

Berufliche Schulen unter der Lupe

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Für die Zukunft: Die Stadt Hanau und der Main-Kinzig-Kreis lassen die Leistungsfähigkeit und das Image der fünf beruflichen Schulen von Mainzer Marktforschern prüfen.

Die beruflichen Schulen in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis sollen unter die Lupe genommen werden: Das Mainzer Institut „Lindauer Qualität Marktforschung“ LQM habe den Auftrag bekommen, die aktuelle Leistungsfähigkeit und das Image sowie die Wünsche und Anforderungen für die Zukunft abzufragen, sagte Schuldezernent Ralf-Rainer Piesold (FDP) der FR. Fünf Schulen stehen bei der Untersuchung im Fokus: die Kaufmännischen Schulen, die Eugen-Kaiser-Schule und die Ludwig-Geissler-Schule in Hanau sowie die Beruflichen Schulen Gelnhausen und die Kinzigschule in Schlüchtern. Insgesamt werden sie von mehr als 10 000 Schülern besucht.

15 000 Euro zahlen Stadt und Kreis dem Mainzer Unternehmen, das für die Hanauer bereits den Wirtschaftsbericht und den „Gewerbemonitor“ erstellt hat. LQM-Geschäftsführerin Ute Kerber erklärt, wie man sich eine solche Untersuchung vorzustellen hat: „Wir wollen ein umfassendes Bild erhalten. Wir befragen unter anderem die Handwerkskammern, die Schulleiter und die ausbildenden Unternehmen.“

Dabei geht es darum, möglichst viel über den Status quo zu erfahren sowie künftige Entwicklungen der beruflichen Bildung und des Arbeitsmarktes besser abschätzen zu können. So wollen die Marktforscher auch versuchen, zu prognostizieren, welche Berufe in der Region verstärkt gefragt sein könnten.

Details der Befragung werden bei einem gemeinsamen Termin mit den Auftraggebern in der kommenden Woche besprochen. Die Antworten sollen anonym und deshalb besonders aussagekräftig sein, sagt Stadtrat Piesold. Er und sein Kollege, der Erste Kreisbeigeordnete Günter Frenz (CDU), erhoffen sich von dem externen Blick auf die Situation Aufschluss und Wegweisendes. Internes Qualitätsmanagement, wie es bislang an den beruflichen Schulen praktiziert werde, reiche allein nicht aus, findet Piesold. „Ich bin sehr gespannt, was herauskommt.“

Die Ergebnisse sollen in den Schulentwicklungsplan für die Jahre 2011 bis 2016 einfließen. Ob Stadt und Kreis sich bei den Zielen dann einig sein werden, ist allerdings fraglich. Zwar ist die Untersuchung eine gemeinsame Initiative, doch gerade beim Thema berufliche Schulen gibt es große Differenzen.

So sieht Kreispolitiker Frenz die derzeitige Regelung mit drei Schulträgern für fünf berufliche Schulen als „nicht vernünftig“ an. Die Stadt Hanau ist Träger der Kaufmännischen Schulen, für die Kinzigschule Schlüchtern und die Beruflichen Schulen Gelnhausen ist der Kreis verantwortlich, beide gemeinsam sind in Form eines Zweckverbandes Träger der Ludwig-Geissler- und der Eugen-Kaiser-Schule in Hanau.

Frenz würde gerne alle fünf Schulen in diesen Zweckverband aufnehmen. Das ergibt seiner Meinung nach auch mit Blick auf eine „bessere Abstimmung“ Sinn, „damit es nicht zu Überschneidungen bei bestimmten Fachrichtungen kommt“. Ob solche derzeit existieren, könnte die Befragung herausfinden.

Die Stadt Hanau indes möchte den Zweckverband auf keinen Fall ausweiten. Schuldezernent Piesold liebäugelt im Gegenteil eher damit, der räumlichen Nähe wegen die Kooperation mit der Stadt und dem Landkreis Offenbach zu vertiefen.

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