Beirat sucht neuen Chef

Ideen für Gedenken an Murat Köse

Der Schock über den plötzlichen Tod ihres Vorsitzenden Murat Köse vor drei Wochen sitzt noch tief. Dennoch müssen sich die Mitglieder des Ausländerbeirats Gedanken darüber machen, wer den Vorsitz übernehmen wird. Bis Ende Februar sollen die Kandidaten feststehen.

Derzeit leitet die erste stellvertretende Vorsitzende, Selma Yilmaz, die Sitzungen. Obwohl die 27-Jährige seit vielen Jahren im Beirat aktiv ist, will sie nicht kandidieren. Aus beruflichen Gründen ist sie sehr viel im Ausland, „und alles kann man nicht über E-Mail erledigen“, sagt sie.

Köse gehörte dem Türkisch-Islamischen Verein (TIV) an, der mit sechs von 15 Sitzen die größte Gruppe im Ausländerbeirat ist. Seit etwa fünf Wahlperioden stamme der Vorsitzende aus dem TIV, sagt Yilmaz, die selbst der Gruppe angehört. Doch das müsse für den neuen Vorsitzenden nicht gelten, betont sie: „Wir sind da ganz offen.“

Die Hand gehoben hat in der jüngsten Sitzung des Beirats noch niemand. Am Rande sagte jedoch Erkan Celik (Liste Kurdisches Kulturzentrum), er könne sich vorstellen, erneut zu kandidieren. Vor 14 Monaten war er gegen Köse angetreten. Politische Erfahrung hat der 21-jährige Auszubildende, zudem ist er neuer Vorsitzender der Jusos.

Unabhängig davon sammelt der Beirat Ideen, wie im Stadtbild an Murat Köse erinnert werden kann. Die Vorschläge reichen bisher von einem Baum über eine Parkbank bis hin zur Benennung einer Straße nach ihm. (ran.)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare