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Dass es wieder mehr Turmfalken im Kreis gibt, ist indirekt auch dem Beirat zu verdanken.

Main-Kinzig

Beirat neu aufgestellt

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Der Naturschutzbeirat des Main-Kinzig-Kreises hat sich neu konstituiert. Das Gremium hat bei Flächenplanungen ein gewichtiges Wort mitzureden.

Beraten, korrigieren, eingreifen, Fehlentwicklungen erkennen, wenn Flächen auf Feld, Wald und Wiese beplant, bebaut oder umgewidmet werden sollen und dies dem Natur-, Arten- und Landschaftsschutz schadet: Das ist die Aufgabe des Naturschutzbeirats des Main-Kinzig-Kreises. Der hat sich jetzt neu konstituiert. Wilfried Wilhelm aus Wächtersbach bleibt Vorsitzender, NABU-Mann Adolf Beck aus Freigericht wurde zum Vize neu gewählt.

Der ehrenamtliche Beirat, der Anfang 1981 erstmals zusammentrat, hat die Aufgabe, die Untere Naturschutzbehörde bei grundsätzlichen Angelegenheiten fachlich zu unterstützen, etwa bei Vorbereitungen von Rechtsverordnungen und Satzungen, Planungen und Planfeststellungen von überörtlicher Bedeutung im gesamten Kreisgebiet, wo die Untere Naturschutzbehörde eine Entscheidungs- oder Mitwirkungsbefugnis hat.

„Unsere Arbeit ist sinnvoll. Man kann die Behörde nicht alleine lassen. Die will das auch gar nicht“, so Wilhelm. Der Beirat habe schon so manches Nein ausgesprochen. Etwa für einen Golfplatz in Freigericht, erinnert sich der 70-Jährige. Das Gremium kümmere sich um Vorhaben in sensiblen Flächen, wie etwa die jüngst ausgemachten Vorkommen der streng geschützten Mopsfledermaus bei Jossgrund. „Vor der Diskussion um die Windräder wussten wir gar nicht, dass es die hier gibt“, sagt Wilhelm. Die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) nahm eine eigene Zählung vor.

Nun sei sogar ein Mopsfledermaus-Experte neu in den Beirat gekommen. „Jeder zusätzliche Sachverstand ist bei uns willkommen“, freut sich der Vorsitzende. In den Beirat werden auf Vorschlag des Kreisausschusses sechs Kreistagsmitglieder berufen. Weitere sechs Mitglieder kommen aus den anerkannten Naturschutzverbänden BUND, HGON, NABU, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sowie aus dem Landesjagdverband und dem Verband Deutscher Sportfischer.

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