Hanau

Batterie statt Diesel

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Hanauer Straßenbahn prüft Anschaffung eines Elektrobusses. Land würde viele Kosten übernehmen.

Die Hanauer Straßenbahn (HSB) lässt von einem Ingenieurbüro prüfen, ob die Anschaffung eines Elektrobusses finanziell, technisch und logistisch möglich ist, teilt die Stadt mit.

„Hessen ist das erste Bundesland mit einem speziellen Förderprogramm für E-Busse, davon will die HSB profitieren“, kündigt Stadtrat Andreas Kowol (Grüne) an. Bis Jahresbeginn 2017 soll eine Entscheidungshilfe vorliegen, „ob ein E-Bus neben dem ökologischen Vorteil gegenüber der Dieselvariante auch wirtschaftlich vertretbar ist“, so der HSB-Aufsichtsratsvorsitzende Kowol.

Eine „nicht allzu aufwendige“ Ladestation auf dem HSB-Betriebshof wäre nötig, um den Prototyp nachts mit genügend Strom für rund 150 Kilometer Fahrstrecke am Tag zu laden. Zusätzlich kosten würden die Qualifizierung des Personals und Werkzeuge in der HSB-Werkstatt. Der Batterie-Bus als Prototyp, um Erfahrungen zu sammeln, koste etwa 400 000 Euro – doppelt so viel wie ein Dieselfahrzeug. Dies sei nur mit geschickter Einkaufspolitik und Landesförderung zu finanzieren.

Das Wirtschaftsministerium übernehme ab 2017 40 Prozent der Mehrkosten eines Elektrobusses und 40 Prozent der Kosten für die Infrastruktur. jo

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