Main-Kinzig

Bahnstrecke zwischen Hanau und Fulda: Ausbau rückt näher

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Die Pläne für das Bahnprojekt, das Engpässe beseitigen soll, machen Fortschritte. Doch das Vorhaben ist nicht unumstritten.

Der geplante Ausbau der ICE-Strecke zwischen Gelnhausen und Fulda hat eine wichtige Hürde genommen. Wie das hessische Verkehrsministerium mitteilte, kann das sogenannte Raumordnungsverfahren (ROV) beginnen. Laut dem Regierungspräsidium (RP) Darmstadt, der dafür zuständigen Behörde, hat die DB-Netz AG als Projektverantwortliche alle notwendigen Unterlagen vorgelegt und die formalen Kriterien erfüllt.

Mit dem Bahnprojekt solle einer der größten Engpässe im hessischen und bundesweiten Schienennetz beseitigt werden. Die neue Trasse zwischen Gelnhausen und Fulda würde zusätzliche Kapazitäten schaffen, kündigte das Ministerium an, ebenso wie der viergleisige Ausbau des bestehenden Streckenabschnitts zwischen Hanau und Gelnhausen. Die Fahrzeit im Fernverkehr ließe sich demnach um 13 Minuten verkürzen und zudem die Lärmbelastung in der Nacht reduzieren, wenn der Güterverkehr über die Neubaustrecke geleitet werde. Diese soll in weiten Teilen durch einen Tunnel führen.

Ein ROV soll zum Beispiel klären, welche ökologischen und wirtschaftlichen Eingriffe mit einem Bauprojekt verbunden sind. An dem Verfahren werden Behörden, Kommunen und andere Akteure, beispielsweise Naturschutzorganisationen beteiligt. Die Offenlage der Pläne, während der Stellungnahmen eingereicht werden können, soll von Juni bis September 2020 stattfinden. Allerdings könnte sich das wegen der Corona-Krise ändern.

Der mögliche Verlauf der Strecke ist umstritten. Einige Kommunen und Naturschützer fürchten Belastung durch Lärm, Bauarbeiten und massive Eingriffe in die Natur.

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