Langenselbold

Aufruf zu Warnstreik in Langenselbold

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Die Mitarbeiter der Technologiefirma Thermo Fisher kämpfen weiter gegen den drohenden Abbau von Arbeitsplätzen. Sie sind zu einem langen Kampf bereit.

Im Kampf gegen die Streichung von bis zu 100 Stellen beim Technologieunternehmen Thermo Fisher in Langenselbold hat die IG Metall die Beschäftigten der Sparte Thermo Electron LED GmbH zu einem erneuten Warnstreik aufgerufen. Nachdem die Geschäftsführung die Verhandlung mit den Arbeitnehmervertretern beendet hatte, ist eine gerichtlich eingesetzte Einigungsstelle eingeschaltet worden. Beim ersten Termin Ende November habe das Management „keinerlei Kompromissbereitschaft“ gezeigt, schreibt Robert Weißenbrunner, erster Bevollmächtigter der IG Metall Hanau-Fulda, im Aufruf zum Streik, der eine Reaktion auf die starre Haltung sei und die Forderung nach einem Sozialtarifvertrag durchsetzen solle.

Dass sich der Arbeitgeber weigere, die Beschäftigung am Standort verbindlich zu sichern, sei „ein klares Signal an die Belegschaft, dass jederzeit weiterer Arbeitsplatzabbau möglich ist“. Am heutigen Donnerstag tagt die Einigungsstelle wieder. Diese Gelegenheit wollen die Gewerkschafter nutzen und ihrem Anliegen während eines Warnstreiks am Nachmittag Nachdruck verleihen.

In einem offenen Brief an die Firmenleitung stellt Weißenbrunner klar: Nur bei einem fairen Kompromiss über einen Interessenausgleich und Sozialplan könnten die IG-Metall-Mitglieder auf Mittel wie Streiks verzichten.

Das hochprofitable Unternehmen hatte 2018 angekündigt, bis zu 100 von 650 Arbeitsplätzen in Langenselbold zu streichen oder ins Ausland zu verlagern, um den Onlineservice zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Für Mitarbeiter und Gewerkschafter sind die geplanten Schritte Ausdruck von Gier und zudem gefährlich im Hinblick auf die Servicequalität.

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