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Für diese Fähre muss ein Maintaler nun Aufpreis zahlen, weil er ein SUV fährt.
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Für diese Fähre muss ein Maintaler nun Aufpreis zahlen, weil er ein SUV fährt.

Fähre Maintal

Aufpreis für dickes Auto

  • Jochen Dietz
    VonJochen Dietz
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Ein Nutzer der Mainfähre zwischen Rumpenheim und Maintal-Bischofsheim ärgert sich: Für das Übersetzen seines Mercedes-SUV soll er plötzlich mehr zahlen.

Seit 30 Jahren nutze er fast täglich die Fähre. Zwischen Rumpenheim und Maintal-Bischofsheim. Norbert Malsy aus Wachenbuchen. Doch jetzt wundert er sich: Weil er eine Mercedes-SUV fahre, verlange der Fährmann einen höheren Fahrpreis. Der Geländewagen, das „Sports Utility Vehicle“ sei schließlich schwerer als andere, „normale“ Personenwagen, bekam Malsy zu hören. „Da müsste man ja für einen Fiat 500 oder einen Smart die Hälfte zahlen“, schließt daraus der 72-Jährige.

Dabei handele es sich bei seinem Mercedes eher um ein SUV der kleineren Art. „Das ist ein Mercedes GLK mit dem Chassis der C-Klasse und Teilen der E-Klasse. Nur die Karosserie ist halt höher“, erläutert der Wachenbuchener. Er habe sich stets eine 20er-Karte für 12,50 Euro gekauft. Jetzt soll er davon die Hälfte, also 6,25 Euro wegen seines Automodells als SUV-Aufschlag draufzahlen.

Wer denn wohl diese Tarife bestimmt, fragt er sich. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg nicht, das für die 186 schiffbare Flusskilometer bis Mainz-Kostheim zuständig ist. Das falle unter die Tarifautonomie, sagt die Sprecherin.

Jürgen Spiegel von der Fähre Mühlheim-Dörnigheim räumt ein, Fahrern besonders wuchtiger Geländewagen 1,40 statt einem Euro fürs Übersetzen abzunehmen. Das gelte etwa, wenn sie besonders lang oder breit gebaut seien und dementsprechend mehr Platz wegnähmen. „Aber wir hatten da noch nie Beschwerden. Die meisten SUV lassen wir ohnehin als normale Pkw durchgehen und aufs Boot.“ Was der Kollege aus Rumpenheim da verlange, halte er jedoch für „gewagt“.

Keine Unterschiede bei den Fahrzeugen mache man bei der Main-Fähre Seligenstadt, sagt der Kaufmännische Betriebsleiter der Stadtwerke Roland Koch. Nur den: Autos und Kleintransporter bis 2,8 Tonnen Nutzlast zahlen drei Euro. Diese Fähre sei allerdings kein Privatbetrieb, sondern eben ein Betriebszweig der Stadtwerke. Sie erfülle nicht nur den rein praktischen Zweck der Flussüberquerung, sondern auch einen touristischen. Und das rechtfertige den teureren Tarif.

Dennoch sei man immer auf der Suche nach Mehreinnahmen, räumt Koch ein. Immer wieder werde den Stadtwerken das alljährliche Betriebsdefizit der Fähre vorgehalten. Und da scheint ihm die Idee aus Rumpenheim mit dem SUV-Aufpreis als gar nicht so schlecht. Zumal die Fahrkartenpreise seit sechs, sieben Jahren nicht mehr erhöht worden seien.

Der Fährmann aus Rumpenheim war übrigens für eine Stellungnahme am Dienstag nicht zu erreichen.

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