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Ganz ähnlich sahen einst die Auerochsen aus: Caruso heißt das neugeborene Stierkalb, das Teil eines Beweidungsprojekts ist. Bild: privat
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Ganz ähnlich sahen einst die Auerochsen aus: Caruso heißt das neugeborene Stierkalb, das Teil eines Beweidungsprojekts ist. Bild: privat

Hasselroth

Auerochsen-Nachzucht im Kinzigtal unterstützt den Naturschutz

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Das 2016 begonnene Beweidungsprojekt am Hässeler Weiher in Hasselroth wächst weiter - auch dank der Nachbarn.

Furchterregende Auerochsen streiften einst auch durch Hessens Wälder. Die letzten dieser Urrinder sind vor rund 400 Jahren ausgerottet worden, doch gab es immer wieder Versuche, die Wildform unserer Kühe nachzuzüchten. Am nächsten heran kommt wohl das Heckrind, eine sehr seltene Rasse, die seit 2016 am Hässeler Weiher nördlich von Neuenhaßlau lebt.

Jetzt kann die Hessische Gesellschaft für Ornitholgie und Naturschutz (HGON), die das Naturschutzprojekt im Kinzigtal betreut, einen Zuchterfolg melden: Nach neunmonatiger Tragzeit hat Mutterkuh Hilde am 31. März das erste Kalb dieses Jahres zur Welt gebracht. Caruso heißt der neugeborene kleine Stier.

Vom Leitbullen der Herde hatten sich die Projektbetreiber im Herbst letzten Jahres aus Platzmangel trennen müssen. Eine ganzjährige Haltung der Rinder an diesem Standort sei nur für eine kleine Herdengröße möglich, berichtet Projektleiter Andreas Höfler von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON). Sehr erfreulich sei nun, das Landbesitzer aus der Nachbarschaft weitere Weideflächen angeboten hätten.

Damit wird es laut Höfler möglich, eine größere Fläche für eine natürliche Beweidung zu nutzen. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass sich noch mehr Tier- und Pflanzenarten wieder hier ansiedeln können. Bereits jetzt seien beachtliche Erfolge erzielt worden. Die Artenvielfalt am Hässeler Weiher ist laut HGON wesentlich höher als auf konventionell bewirtschafteten Wiesen und Äckern und hat sich seit Beginn der Beweidung deutlich vergrößert, besonders um seltene Arten .

Zwar sind wegen der aktuellen Corona-Lage keine geführten Exkursionen möglich, die HGON weist aber darauf hin, dass sich ein Spaziergang dennoch lohne. „Die säugenden Kälber sind einfach ein toller Anblick, den man mittlerweile selten auf den Weiden in unseren Breiten findet“, meint Höfler. aph

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