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Das frühere US-Gelände soll ein Wohngebiet werden.
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Das frühere US-Gelände soll ein Wohngebiet werden.

Old Argonner steht zum Verkauf

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Gesamtareal soll an einen Investor verkauft werden / Bäume und Kasernen bleiben

Auf dem Gelände der ehemaligen Old Argonner Kaserne der US-Army in Wolfgang soll ein neues Wohngebiet entstehen, in dessen Nachbarschaft sich auch Büros und Gewerbe ansiedeln dürfen – vorausgesetzt, es beeinträchtigt die Lebensqualität im Viertel nicht. Großflächiger Einzelhandel ist ausgeschlossen. Das 16,5 Hektar große Areal südwestlich der Bundesstraße 8 soll jetzt ausgeschrieben und als Gesamtfläche verkauft werden. Das haben die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als Eigentümerin, und die Stadt Hanau, die die Planungshoheit besitzt, beschlossen. Wie der benachbarte „Argonnerpark“ (ehemals New Argonner Kaserne) soll auch Old Argonner als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden. Das ermöglicht künftigen Eigentümern langfristige steuerliche Abschreibungen und soll ihnen so zusätzliche Investitionsanreize bieten.

Mehr als 200 Wohneinheiten

Das neue Wohnquartier mit mehr als 200 Einheiten soll zwischen der Straße „In den Tannen“ und der Lehrhöferstraße gebaut werden. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) schwebt ein Angebot vor, das „breite Bevölkerungsschichten“ anspricht: „Familien mit Kindern, Paare, Singles, Alleinerziehende und Senioren“; deshalb werde ein Teil auch barrierefrei geplant.

Die späteren Bewohner des Viertels werden inmitten großer, alter Bäume leben, denn Old Argonner verfügt über eine Fläche von fünf Hektar Wald, der erhalten werden soll. Auch die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Alten Argonner Kaserne bleiben allesamt stehen. Sie wurden 1937 und 1938 für das dritte deutsche Pionierregiment errichtet, 1944/45 teilweise stark beschädigt, in den Jahren bis 1956 wieder aufgebaut und dann vom US-Militär genutzt. Ein potenzieller Investor für das Grundstück würde diese Häuser mit erwerben und müsste sie sanieren.

Das historische Ensemble gruppiert sich um das frühere Schafott, auf dem vor 150 Jahren die letzte Hinrichtung stattfand. Auch dieses leicht schaurige Bauwerk soll erhalten bleiben, es steht zusammen mit den alten Kasernen und der sie umgebenden Freifläche unter Denkmalschutz. Die „Auseinandersetzung“ damit „als auch mit den Anforderungen an nachhaltiges Bauen“ stellt nach Ansicht von Oberbürgermeister Kaminsky die „besondere Herausforderung bei der Entwicklung dieser Fläche dar“.

Neu gestaltet werden sollen auf dem Old Argonner-Gelände die Spielplätze und ein Teil der Grünanlage. Weiterhin ist geplant, neue Fuß- und Radwege anzulegen, die das Gelände mit dem Bahnhof Wolfgang und der Straße „In den Tannen“ verbinden. Auf der Wunschliste der Stadt für den zukünftigen Investor steht zudem die Entwicklung eines wohnverträglichen Gewerbegebietes.

Bereits in neuem Besitz befindet sich der nördliche Teil von Old Argonner: Diesen Bereich mit der ehemaligen Elementary School der Amerikaner hat die Stadt Hanau gekauft. In den mittlerweile sanierten Gebäuden betreibt sie ein Förderzentrum und eine Kindertagesstätte. Neu gebaut wurde zudem eine Förderschule.

Bereits jetzt gebe es schon „mehrere Interessenten“ für die ehemalige Old Argonner Kaserne, sagt Klaus Armbrecht, Leiter des Verkaufsteams Kassel/Frankfurt der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Es bestehe deshalb „Anlass zum Optimismus“, dass die Liegenschaft „in absehbarer Zeit“ verkauft werden könne.

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