Gelnhausen

Arbeitslose in die Pflege

  • Jochen Dietz
    vonJochen Dietz
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Neue Kooperation soll Fachkräftemangel begegnen. Bis zum Jahr 2025 fehlen 700 Arbeitnehmer.

Bis zum Jahr 2025 fehlen im Main-Kinzig-Kreis 700 Fachkräfte in der Altenpflege, bis 2030 könnten es nach aktuellen Berechnungen sogar 1000 sein. Die Erste Kreisbeigeordnete und Aufsichtsratsvorsitzende des Kommunalen Centers für Arbeit und der Alten- und Pflegezentren MKK, Susanne Simmler (SPD), schlägt Alarm: „Wir steuern hier auf ein erhebliches Problem zu.“

Sie hatte bereits 2015 mit „Wir machen Helden“ eine Fachkräfte-Kampagne gestartet, um in Kooperation mit zehn stationären Pflege-Einrichtungen frühzeitig die Weichen für neues Pflegepersonal zu stellen.

Eine weitere Kooperation zwischen Jobcenter und Pflegeeinrichtungen soll nun weitere Lösungen finden, heißt es in einer Mitteilung.

Auch der Beirat für Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsförderung des Kreises sehe den Mangel, heißt es. Er wolle Arbeitsuchende für einen Pflegeberuf motivieren und qualifizieren.

„Die Herausforderung besteht darin, die richtigen Personen unter den Empfängern von Arbeitslosengeld II zu identifizieren und diese für einen Einstieg in die Pflege zu überzeugen, zu qualifizieren und zu begleiten“ sagt Beiratsvorsitzender Lothar Klemm. Und dazu sei man auf die Pflegeeinrichtungen im Kreis angewiesen, so Simmler. Es gehe um mehrere Fragen: Wie findet man geeignete und motivierte Menschen für den Pflegeberuf? Welche Unterstützung können Arbeitgeber in Anspruch nehmen? Wie können Pflegeeinrichtungen auch das Jobcenter unterstützen – etwa durch Praktikumsplätze, flexible Arbeitszeitmodelle oder Übernahmegarantien?

Neben dem KCA-Jobcenter arbeiteten auch die Hanauer Agentur für Arbeit und die Gesellschaft für Wirtschaftskunde in Hanau an der Lösung des drängenden Problems.

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