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Appell der Grundschulleiterinnen

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Führungskräfte kritisieren „massive Belastung“.

Rund 30 Grundschulleiterinnen und -leiter aus dem Main-Kinzig-Kreis haben einen offenen Brief an Kultusministerin Nicola Beer (FDP) unterzeichnet. Sie kritisieren darin „die massive Belastung“ sowie „den Mangel an Führungsnachwuchskräften“.

Der Brief wurde von Clara Ortel, der Vorsitzenden des Gesamtpersonalrats der Lehrerinnen und Lehrer für den Main-Kinzig-Kreis, aufgesetzt. Die Schulleitungen aus dem Kreis unterstützen damit ein Schreiben von 130 Grundschulleitern aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg an die Ministerin.

Trotz eines „großen Engagements“ beschrieben die Lehrkräfte die Arbeitsbelastung „zunehmend als gesundheitsschwächend, demotivierend und kaum leistbar“, heißt es in dem Appell aus dem Main-Kinzig-Kreis. Immer weniger erfahrene Lehrerinnen und Lehrer seien bereit, Leitungspositionen zu übernehmen.

Im Kreis habe es vier ausgeschriebene leitende Stellen gegeben, deren Bewerbungsfrist im November ausgelaufen sei. Doch nur ein Kandidat habe sich beworben – obwohl mehrere der Positionen zum zweiten Mal ausgeschrieben gewesen seien. Lehrer an Grundschulen würden am schlechtesten bezahlt, müssten aber mehr Wochenstunden leisten als alle anderen. Darüber hinaus hätten sie die Aufgabe, mehrere Reformen umzusetzen, zum Beispiel Inklusion und Ganztagsschule. Deshalb fordern die Unterzeichner des offenen Briefs, die Pflichtstunden an die „gestiegenen Anforderungen“ anzupassen, mehr Zeit für Konzepte zur Verfügung zu stellen und zusätzliche Leistungsanreize zu setzen. Zudem sollten alle Grundschulen Konrektoren bekommen. (gha.)

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