Gelnhausen

Geldspritze für Kliniken

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Weil für 2018 ein erhebliches Defizit erwartet wird, schießt der Main-Kinzig-Kreis außerplanmäßig drei Millionen Euro zu.

Der Main-Kinzig-Kreis stellt seinen Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern mit Blick auf den für 2018 zu erwartenden Fehlbetrag insgesamt drei Millionen Euro außer der Reihe zur Verfügung. Das teilt das Landratsamt mit.

Eine entsprechende Beschlussvorlage habe Landrat und Finanzdezernent Thorsten Stolz (SPD) für die Kreistagssitzung am 14. Dezember auf den Weg gebracht. „2018 war für unsere Kliniken finanziell schwierig. Als Träger werden wir deshalb außerplanmäßig die erforderliche Summe bereitstellen“, so Stolz. Bereits eingeplant gewesen sei ein Jahresdefizit von 1,4 Millionen Euro. Das werde sich aber wegen äußerer Umstände auf rund drei Millionen Euro erhöhen.

So würden die Krankenkassen den sogenannten Pflegezuschlag für 2017/18 nur teilweise anerkennen. Hier werde derzeit noch um rund 900 000 Euro gestritten.

Außerdem hätten durch den leergefegten Arbeitsmarkt nicht genügend eigene qualifizierte Pflegekräfte beschäftigt werden können. Insbesondere im Intensivbereich habe man umfangreicher auf Zeitarbeitskräfte setzen müssen, was zusätzliche Kosten von rund 1,2 Millionen Euro verursacht habe.

Erschwerend komme hinzu, dass die MKK-Kliniken auch von den Leistungskürzungen der AOK Hessen betroffen seien. Hier gehe es um eine willkürliche „Verrechnung“ von Leistungen der Jahre 2015 / 2016, heißt es.Von den einseitig vorgenommenen Kürzungen durch einige Krankenkassen seien hessenweit viele Krankenhäuser betroffen.

„Vor diesem Hintergrund ist erstmals in der Geschichte der Kliniken eine derartige finanzielle Unterstützung notwendig“, so Stolz. Für 2019 werde wieder mit einer ausgeglichenen Bilanz kalkuliert

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