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Hanauer Altstadt

Altstadtfreunde wollen Kulturhaus

Beim Neujahrsempfang der Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt hat ihr Vorsitzender Werner Bayer heftige Kritik an den jüngsten Sparbeschlüssen der Stadt geübt. Statt eines Hotels müsse in dem alten Bibliotheksbau ein Kulturzentrum entstehen.

Mit ungewohnt scharfen Worten hat der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt (IGHA), Werner Bayer, beim Neujahrsempfang im Congress Park gestern Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und das von ihm geführte Regierungsbündnis angegriffen. Bayer zeigte sich vor allem enttäuscht darüber, dass seinem Verein erneut die Mittel gekürzt und wichtige Projekt für die Entwicklung der Altstadt aus Kostengründen fallen gelassen wurden.

„Ihre Streichorgie nimmt der Kultur den Atem“, sagte Bayer, dessen Verein erst kurz vor dem Jahreswechsel sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hatte. Wegen Großprojekten wie dem Medienzentrum – eine Anspielung auf die Bibliothek im riesigen Einkaufszentrum auf dem Freiheitsplatz, das gerade gebaut wird –, habe sich die Stadt unter den Schutzschirm des Landes retten müssen. „Das Kleeblatt welkt und mutiert zur Trockenblume“, beschrieb Bayer den Zustand von Kaminsky’s Koalition. Durch die jüngsten Sparbeschlüsse steht aus Sicht von Bayer das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in der Stadt vor dem Kollaps.

Nachdem die Stadt Ende 2012 entschieden hat, das lange geplante Brüder-Grimm-Zentrum im alten Kanzleigebäude auf dem Fronhof nicht bauen zu lassen, will die IGHA verhindern, dass dort ein Hotel entsteht. „Wir sind gegen die Vermarktung historischer Bauten“, sagte Bayer unter dem Beifall der rund 150 Zuhörer im Foyer des Congress Parks. An dem Standort werde ein Hotel benötigt. Es könne aber auf der Südseite des Platzes gebaut werden, auf der Nachkriegsbauten stehen.

Der Verein strebt laut Bayer ein Bürgerbegehren an. Es hat zum Ziel, dass im derzeit vor allem von der Stadtbücherei genutzten Kanzleigebäude ein Kulturzentrum entsteht. Im Erdgeschoss soll es Veranstaltungsräume und Gastronomie, im oberen Stockwerk Platz für Hanauer Kunst und die Paul-Hindemith-Musikschule bieten. „Wir müssen die Identität der Altstadt mit solchen Bildungseinrichtungen stärken“, forderte Bayer. Er beklagte, dass die Stadt dem Verein zum zweiten Mal in Folge die Mittel gekürzt hat. (chs.)

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