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Warnstreik in Hanau

Alle Räder werden stillstehen

Verdi kündigt für Mittwoch mehrere Warnstreiks an - auch im Bezirk Hanau. Die Arbeitsniederlegung kann beträchtliche Folgen für die Bürger und Pendler haben: Müll wird nicht abgeholt, Kitas und große Teile der Verwaltung bleiben geschlossen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Mittwoch im Bezirk Hanau alle Beschäftigten in kommunalen Betrieben zur Teilnahme am hessenweiten Warnstreik aufgerufen, heißt es in einer Mitteilung von Verdi Hanau. Die Arbeitsniederlegung kann beträchtliche Folgen für die Bürger und Pendler haben. Wie das Stadtpresseamt mitteilt, werden die Busse der Hanauer Straßenbahn im Betriebshof bleiben.

Auch wird am Mittwoch kein Müll abgeholt. Wegen des Streik-aufrufs der Gewerkschaft werden auch der Bauhof und der städtische Grünbetrieb zubleiben. Bestreikt werden laut Angaben der Stadt zudem das Heinrich-Fischer- und das Lindenaubad ebenso wie das Rathaus und die Stadtteilläden. Unbesetzt bleiben zudem Poststelle und Telefonzentrale. Das Standesamt unterhält einen Notbetrieb, so dass Trauungen vollzogen und Sterbefälle registriert werden können. Wegen des Streiktags rechnet man bei der Stadtverwaltung mit langen Wartezeiten beim Publikumsverkehr.

Die Stadt hat für ihre Kindertagesstätten Notdienst-Kitas eingerichtet, die Kinder aufnehmen, deren Eltern keine Betreuungsalternative besitzen. Für die Innenstadt und den Stadtteil Südost ist es die Alice-Salomon-Kita. In Kesselstadt und Weststadt ist die Kinderburg West geöffnet, für die Stadtteile Großauheim, Klein-Auheim, Steinheim stehen die Familientagesstätten in Steinheim und Klein-Auheim offen. Die Kitas Wolfgang und Spitzenweg sind geöffnet, schließen sich aber bei Bedarf zusammen, heißt es. Im Stadtteil Lamboy / Tümpelgarten können Kinder in die Albert-Schweitzer-Kita gehen. Einen Notdienst gibt es auch in der Kita Mittelbuchen.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten in kommunalen Betrieben 100 Euro und 3,5 Prozent mehr Gehalt im Monat. Verdi-Bezirkssekretär Heinz Gröning bemerkt, dass die städtischen Vertretern in der Tarifverhandlung die Lohnerhöhung als maßlos abgewiesen hätten. Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben für ihre Arbeit auch Anspruch auf gute Bezahlung, notiert Gröning. Auch werde eingefordert, dass Auszubildende nach Ende ihrer Lehre übernommen werden. Dies müsse schon vor dem Hintergrund geschehen, um einen Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst vorzubeugen, teilt Gröning mit.

Neben dem Streikaufruf für alle Bereiche des öffentlichen Dienst in Hanau wird es mehrere Demonstrationszüge geben. Ein solcher soll um 10 Uhr vom Kurt-Blaum-Platz mit Richtung Innenstadt starten. Gegen 11 Uhr soll es zu einer Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus am Freiheitsplatz kommen. (sun)

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