+
Fahrradunfall mit Lkw (Symbolfoto)

Radfahrer

ADFC fordert sichere Kreuzung in Hanau

  • schließen

Eine Radfahrerin wird von einem Laster erfasst. Nach dem tödlichen Unfall kommt es zum Appell.

Nachdem eine 71-jährige Radfahrerin bei einem Unfall mit einem Lastwagen tödlich verletzt worden ist, bekräftigt der ADFC Main-Kinzig seine Forderung nach einer Pflicht, Laster mit Abbiegeassistenten auszustatten. Zudem weist der ADFC kritisch darauf hin, dass „auch die Verkehrsplaner gegen diese Gefährdung der Radler etwas tun können“, und fordert, die Kreuzung Nussallee/Hospitalstraße – den Unfallort – innerhalb kürzester Zeit sicherer zu machen. Die Stadt hat dies Ende 2018 beschlossen.

ADFC-Sprecher Jörg Brauns schlägt vor, Radstreifen zu markieren, „die ein gefahrloses Vorfahren neben den an der Ampel wartenden Kraftfahrzeugen ermöglichen“. Radler sollten auf farbigen Feldern vor den Wagen halten können und einige Sekunden vor dem Kfz-Verkehr ein grünes Signal bekommen.

Die Polizei geht aktuell davon aus, dass der 61-jährige Lastwagenfahrer am Mittwoch rechts abbog und die 71-Jährige übersah, die geradeaus fahren wollte. Laut einer Polizeisprecherin werden nun Zeugen vernommen und ein Gutachten zum Ablauf erstellt.

Verkehrsdezernent Thomas Morlock (FDP) äußerte sich bestürzt über den Tod der Frau. Er versprach, die Sicherheit an der Stelle so schnell wie möglich zu verbessern. Während des beschlossenen Projekts „Lückenschluss Geh- und Radweg Eugen-Kaiser-Straße“ werde auch dort ein neuer, „komfortabler“ Radweg gebaut und der gesamte Kreuzungsbereich besser strukturiert. Die Arbeiten könnten aber erst richtig beginnen, wenn das neue Wohnquartier auf dem angrenzenden früheren EAM-Areal weitgehend fertig ist. Das wird wohl 2020 der Fall sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare