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660000 Euro Defizit für fünf Monate Betrieb

Main-Kinzig Trotz ihrer klammen Kassen eröffnen alle Kommunen dieser Tage die Freibäder

In Hanau beginnt die Freibadsaison an diesem Wochenende, am Großkrotzenburger Strandbad am 1. Mai und in einigen Schwimmbädern im Kreis wird schon seit ein paar Tagen draußen geschwommen. Während sich kälteresistente Wasserratten auch an kühlen Tagen eisern in die Fluten stürzen, bereitet den Kommunen der Betrieb der teuren Einrichtungen große Sorgen.

Die Gemeinde Großkrotzenburg, die ihr Hallenbad schon vor Jahren in die Hände eines Vereins gegeben hat, erhöht deshalb die Strandbad-Preise zum 1. Mai. Auswärtige zahlen künftig zusätzlich zu den zwei Euro für einen Parkplatz vier Euro Eintritt. Einheimische müssen für ihre Saisonkarte 25 statt 15 Euro berappen. Außerdem denkt die Verwaltung laut darüber nach, das Gelände außerhalb der Öffnungszeiten für Veranstaltungen zu vermieten.

Privatisieren, aber wie?

In Langenselbold wird derzeit darüber diskutiert, den Betrieb des Kinzigsees komplett in Privathand zu geben. Der Inhaber des Campingplatzes, der diesen erweitern will, hat bereits Interesse angemeldet – jetzt diskutiert man heftig über nötige Auflagen. So sollen die Selbolder im See weiter günstig baden können; gleichzeitig soll die Infrastruktur verbessert werden – Investitionen, für die die Stadt kein Geld hat.

Auch bei der Eröffnung des Freibads in Wächtersbach vergangenen Samstag war die Finanzlage Thema. Der in einigen Monaten aus dem Amt scheidende Bürgermeister Rainer Krätschmer (SPD) betonte, dass seine Kommune das Bad trotz schwieriger Finanzlage und hoher Kosten für Personal und Infrastruktur „unbedingt“ erhalten wolle.

Gelnhausens Bürgermeister Thorsten Stolz (SPD), der am Maifeiertag die Freibadsaison einläuten will, wies vorab ebenfalls auf die Finanzlage hin. Der Betrieb des Bades sei für seine Stadt „kein Pappenstiel“. Gleichwohl gehöre es zu seiner Infrastruktur. Dieses Jahr erwartet er für die knapp fünf Monate Betrieb ein Defizit von 660000 Euro. Einsparungen an anderer Stelle sollen es ausgleichen. Um das Freibaddefizit im Rahmen zu halten, wird künftig zudem eine kleine Parkgebühr erhoben.

Ein Großteil der Kosten für das Gelnhäuser Freibad entfällt auf Energie, Heizung und Technik, der Rest auf das Personal. Im Nichtschwimmerbecken hilft eine Solaranlage beim Erwärmen des Wassers, das Schwimmerbecken muss nun schrittweise auf 25 Grad erhitzt werden – je nach Außentemperatur dauert dies rund eine Woche. (chs.)

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