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Polizei im Einsatz. (Symbolfoto)
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Polizei im Einsatz. (Symbolfoto)

Hanau Kriminalität

34-jähriger Pole brutal getötet

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Bei einem Streit in einer Wohnung in der Daimlerstraße wird ein 34 Jahre alter Pole brutal getötet. Die Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest. Die Menschen im Viertel sind nach der Tat verängstigt.

In einer offen stehenden Wohnung in der Daimlerstraße hat die Polizei am Mittwochabend die Leiche eines 34-jährigen Polen gefunden. Der Mann wurde getötet, am Donnerstag wurden zwei seiner Landsleute wegen dringenden Tatverdachts verhaftet. Das teilt die Staatsanwaltschaft Hanau mit. Demnach war der Pole schwer verletzt worden, bevor er starb. Zuvor soll es eine heftige Auseinandersetzung gegeben haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von „erheblichen Gesichtsverletzungen“, es soll viel Blut geflossen sein. Die Leiche wurde am Donnerstag obduziert. Hintergründe der Tat sind noch unklar.

In der Straße gibt es mehrere Wohnungen, in denen Arbeiter aus Polen leben. Sie wohnen in beengten Verhältnissen, teilen sich mitunter zu zehnt ein Appartement und zahlen für einen Platz etwa 250 Euro pro Monat. Die meisten arbeiten für Dumping-Löhne auf dem Bau, bei Logistik-Firmen oder in Fabriken.

Anwohner fürchten um Ruf

Ein Nachbar sagte gegenüber der Frankfurter Rundschau, der Getötete sei vor einiger Zeit ebenfalls zum Arbeiten nach Deutschland gekommen. Er habe mit zwielichtigen Leuten zu tun gehabt. Sie hätten regelmäßig viel Alkohol getrunken. Womöglich habe dies eine Rolle bei der Bluttat gespielt. Einzelheiten kenne er genauso wenig wie seine Mitbewohner, sagt der Informant. In den Häusern seien „viele Dinge vorgefallen“, mehr wolle er nicht sagen, um keine Probleme zu bekommen. Er fürchtet, dass „der Ruf der Daimlerstraße jetzt endgültig ruiniert ist“. Damit würde vielen Leuten, so wie ihm, Unrecht getan. Sie wollten einfach nur arbeiten und Geld verdienen. „Ich bin schockiert, einfach nur fassungslos“, sagt ein anderer Nachbar, der in seiner osteuropäischen Heimat einen festen Job hat und nur ab und zu nach Hanau kommt, um sich etwas dazu zu verdienen.

In der Daimlerstraße herrschte am Donnerstag viel Unruhe. Die Menschen sind verängstigt, viele falsche Vermutungen machen die Runde, etwa, dass es mehrere Tote gegeben habe. „Jetzt wird es erst recht Zeit, hier wegzuziehen“, sagt ein Italiener, der schon seit mehr als 25 Jahren in der weißen Häuserzeile lebt.

Zwei Staatsanwälte haben die Ermittlungen übernommen. Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze bezeichnet ihre Aufgabe als umfangreich und diffizil.

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