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Mädchen Ayleen vermutlich in Hessen getötet

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Sonderkommission ermittelt / Verdächtiger soll sich auf Parkplatz an A5 aufgehalten haben

Der Tatort befindet sich sehr wahrscheinlich in Hessen, die Leiche wurde in einem See bei Weckesheim gefunden und der Beschuldigte kommt aus dem nahe gelegenen Lahn-Dill-Kreis: Drei Gründe dafür, dass der Fall der getöteten 14-jährigen Ayleen aus dem baden-württembergischen Gottenheim an die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Mittelhessen abgegeben wurde.

Die Soko „Lacus“ will den Fall lösen. Etwa 30 Personen in einer Sonderkommission, das sei schon sehr umfangreich, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Hauburger. Wie die Staatsanwaltschaft Gießen, deren Sprecher Hauburger ist, und die Polizei Mittelhessen am Dienstag mitteilten, haben die beiden Behörden die Ermittlungen von den Kolleg:innen aus Freiburg übernommen. Ayleen war am 21. Juli in Gottenheim verschwunden, acht Tage später fand man die Leiche im Teufelsee in der Wetterau.

Staatsanwaltschaft und Polizei hatten weitere Neuigkeiten: Es geht um einen Ford KA, mit dem der Beschuldigte unterwegs gewesen sein soll und der vielleicht auch Zeug:innen am Teufelsee aufgefallen sein könnte, zudem um die Funkzellenauswertung. „Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist davon auszugehen, dass die Jugendliche in Hessen zu Tode gekommen ist.“

Zur Frage, ob Fundort gleich Tatort sei, wollte sich Hauburger nicht näher äußern. „Aufgrund der Auffindesituation und der Gesamtumstände ergab sich der Verdacht eines Gewaltverbrechens“, blicken Staatsanwaltschaft und Polizei in ihrer Mitteilung zurück.

Gegen einen 29-Jährigen aus Waldsolms, der vorbestraft ist, erging Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts eines vorsätzlichen Tötungsdelikts. Er bestreite die Tat. „Der dringende Tatverdacht gründet sich insbesondere auf Ergebnisse der Handy- und Funkzellendatenauswertungen sowie dem Auffinden von persönlichen Gegenständen der Verstorbenen in der Wohnung des Beschuldigten“, erläutert die Staatsanwaltschaft.

Die Ermittlungen hätten zudem Anhaltspunkte dafür ergeben, dass sich der Beschuldigte am Abend des 21. Juli unter anderem im Bereich eines an der A5 gelegenen Parkplatzes in Höhe Bruchsal in Fahrtrichtung Frankfurt aufgehalten haben könnte. Nach den Erkenntnissen habe der Mann am Tattag einen Ford KA benutzt. Staatsanwaltschaft und Polizei fragen nun, wer dieses Auto am Abend des 21. Juli im Bereich des Autobahnparkplatzes oder zwischen der Nacht auf den 22. Juli und Freitag, 29 Juli, am Teufelsee gesehen habe. Es gelte auch, eine Vielzahl an Chat- und weiteren Internetdaten zu untersuchen, zudem werde das Leben des Beschuldigten weiter unter die Lupe genommen. Es gehe insbesondere darum, wie er mit Ayleen in Kontakt getreten sei.

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